Rum-Dynastie:Familien-Zoff bei den Bacardis

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Karibische Gefühle? Von wegen. Mit der lässigen Entspanntheit alter Rum-Klischees hat das Hauen und Stechen im Bacardi-Clan ziemlich wenig gemeinsam. (Foto: Peter Schickert/Imago Images)

Beim größten Spirituosenhersteller der Welt tobt ein schmutziger Erbstreit - der vollends eskaliert, als die einzige Tochter des verstorbenen Schnaps-Milliardärs volljährig wird. Eine Geschichte über Geschäft und Familie, Intrigen und Liechtenstein.

Von Uwe Ritzer

Er war ein Mann von Welt, ohne jeden Zweifel. Ein Lebemann mit Latino-Charme, bevorzugt nach Maß gekleidet, das Schnurrbärtchen und die Haare stets perfekt. Dann diese polyglotte Biografie: Geboren auf Kuba und aufgewachsen auf einer luxuriösen Hazienda, Studium in den USA, Weltreisender mit britischem Pass und Domizilen auf den Bahamas, in New York, Paris und London, in Marbella, Florida und Monte-Carlo. Er fuhr Rolls-Royce, die exklusivsten Modelle. Gianni Agnelli und Ari Onassis, der italienische Fiat-Patron und der griechische Reeder, waren seine Freunde. Auf Partys des internationalen Jetset (viele davon schmiss er selber) bezauberte er die Frauen; sechs Mal war er verheiratet. Dann noch dieser klangvolle Name - Luis Adalberto Facundo Gomez del Campo Bacardi, obendrauf der Titel Lord of Bayfield Hall.

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