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Axa:Gewinneinbruch

Der französische Versicherer Axa verdiente 2018 nur 2,1 Milliarden Euro, 66 Prozent weniger als die 6,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Konzernchef Thomas Buberl zeigte sich dennoch zufrieden. Das operative Ergebnis - vor Steuern und bereinigt um Sondereffekte - sei um sechs Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Aktionäre sollen eine um sechs Prozent erhöhte Dividende von 1,34 Euro erhalten. Beim Umsatz machte Axa ein Plus von vier Prozent auf 103 Milliarden Euro. 2018 sei ein entscheidendes Jahr beim Umbau gewesen, sagte er und nannte die Übernahme des Konkurrenten XL für zwölf Milliarden Euro und den Börsengang der US-Tochter Axa Equitable. Der Konzern ändert sein Geschäftsmodell: Früher hat er sich auf die Kapitallebensversicherung konzentriert und dabei hohe Marktrisiken getragen, weil er den Kunden Garantien gegeben hat. Nun will er vor allem in der Schadenversicherung wachsen (Autos, Gebäude, Industrie, Haftpflicht), außerdem sieht Buberl die private Krankenversicherung und die Risiko-Lebensversicherung als Schwerpunkte. Der Umbau ist aber teurer als erwartet. Hinzu kommen Belastungen von zwei Milliarden Euro durch Naturkatastrophen, wie die Waldbrände in Kalifornien mit 335 Millionen Euro und und der Hurrikan "Michael" mit 261 Millionen Euro.