bedeckt München 22°
vgwortpixel

Autonomes Fahren:Berliner Kliniken testen fahrerlose Kleinbusse

Auf dem Gelände von Charité und Virchow sind bald Kleinbusse mit Elektroantrieb und ohne Fahrer unterwegs, mit bis zu 15 Fahrgästen.

Kleinbusse ohne Fahrer werden vom kommenden Jahr an in einem Pilotprojekt in Berlin getestet. Auf zwei großen Klinik-Arealen werden vier Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf drei Routen für Mitarbeiter, Patienten und Besucher unterwegs sein, maximal mit Tempo 20. Sie sollen Platz für 15 Fahrgäste haben. Das jeweilige Gelände der Charité Mitte und des Virchow-Klinikums seien jeweils "ein kleines Abbild unserer Stadt" und deshalb gut geeignet, sagte Charité-Vorstandschef Karl Max Einhäupl bei der Vorstellung des Vorhabens. Dort gibt es Straßen, Gehwege und Kreuzungen sowie als Verkehrsteilnehmer Fußgänger, Radfahrer, Autos, Busse und Lastwagen. Das eine Gelände ist 270 000 Quadratmeter groß, das andere 138 000 Quadratmeter. Partner des Projekts sind die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Charité und das Land Berlin. Das Bundesumweltministerium fördert den Praxistest zum autonomen Fahren. Welche Hersteller die vier Busse liefern werden, sei noch nicht entschieden, sagte ein BVG-Sprecherin. Die Ausschreibung laufe. Exemplarisch wurden am Montag auf dem Campus der Charité zwei Modelle der französischen Produzenten Ligier und Navya vorgeführt. Mit den vier Minibussen sollen im nächsten Frühjahr die ersten Testfahrten mit Fahrgästen beginnen, zunächst noch mit einem Begleiter des Betreibers. Von 2019 an sollen die Busse dann tatsächlich autonom abfahren. Der Test läuft bis April 2020.

© SZ vom 01.08.2017 / dpa
Zur SZ-Startseite