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Automobilbranche:ZF will Wabco übernehmen

Der Automobilzulieferer ZF strebt für gut 6,2 Milliarden Euro die Übernahme des Bremsenherstellers Wabco an. Beide Unternehmen hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilten sie am Donnerstag mit. Die Mehrheit der Wabco-Aktionäre und auch die Wettbewerbsbehörden müssen der Transaktion aber noch zustimmen. ZF geht davon aus, dass sie Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen werden kann. ZF würde sich damit Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme sichern, die das Unternehmen für das automatisierte Fahren dringend braucht und bisher nicht hat.

"Wir sind überzeugt, dass ZF gemeinsam mit Wabco den weltweit führenden Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden kann", erklärte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider. Zusammen kämen ZF und Wabco auf einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro. Bremsentechnik werde für Lkw beim autonomen Fahren immer wichtiger, begründete ZF die Übernahmepläne, die vor rund vier Wochen durchgesickert waren. Der Autozulieferer vom Bodensee schaut seit Jahren mit großem Interesse auf den Bremsen-Bereich. 2016 scheiterte der Versuch, die schwedische Haldex zu übernehmen. Auch an Wabco hatte ZF früher bereits Interesse gezeigt.