Autokonzern Motorräder und Leasing bescheren BMW ordentliche Gewinne

Der Profit liegt auch abseits des PKW: BMW steigert seinen Milliardengewinn erneut. Das liegt aber nicht am Kerngeschäft. Denn pro verkauftem Auto bleibt weniger hängen.

Hohe Ausgaben für Elektroautos, Mehrkosten für Mitarbeiter und der Preiskampf in Europa zehren bei BMW manchen Erfolg wieder auf: Obwohl die Münchner in den ersten drei Monaten des Jahres so viele Fahrzeuge verkauften wie noch nie, stagnierte in der Kernsparte Automobile der Betriebsgewinn bei 1,58 Milliarden Euro. Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, blieb pro verkauftem Pkw weniger hängen als ein Jahr zuvor und auch weniger als beim Rivalen Audi.

Mit Motorrädern und Finanzgeschäften - vor allem Leasing und Finanzierung von Autos - nahm BMW dagegen mehr ein. Ersteres lag auch am milden Winter. Wegen ihm konnten Biker früher auf die Straße. Der Gewinn des ganzen Konzerns legte kräftig zu: Das Ergebnis vor Steuern kletterte im Auftaktquartal um acht Prozent auf 2,17 Milliarden Euro.

Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Insgesamt rund 487.000 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce lieferte der weltweit führende Hersteller von Oberklasse-Autos in den ersten drei Monaten des Jahres an seine Kunden aus. Weil der Umsatz aber zugleich wegen hoher Absatzzahlen zulegte, ging die Rendite (Ebit-Marge) auf 9,5 Prozent zurück.

Teuer waren für den Konzern neue Antriebstechnologien, Personal und der Preisdruck. Für 2014 will der Konzern den Gewinn vor Steuern noch einmal deutlich steigern.