Es geht langsam wieder los mit dem Autobau in Europa, nach dem großen Corona-Shutdown. Im Volkswagen-Werk Bratislava (Slowakei), in dem etwa der VW Touareg gefertigt werden oder der Porsche Cayenne, laufen seit heute die Bänder wieder. Und in Zwickau seien die Mitarbeiter damit beschäftigt, die Fertigung des neuen Elektrowagens ID.3 von Donnerstag an zu starten, teilt Volkswagen mit. "Wir sind noch deutlich reduziert, was die Produktion angeht", sagt dagegen Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth. Aber auch der Stuttgarter Autobauer startet seine Fabriken langsam wieder - wenn auch erst jene, in denen Motoren und Getriebe gefertigt werden. An der neuen S-Klasse wurde sowieso ohne Unterbrechung gearbeitet. Zum ganz großen Start fehlen aber Teile, unter anderem jene, die in Frankreich oder Italien gefertigt werden, wo Covid-19 heftiger grassierte.
Autobranche:Die Autoindustrie ringt um Kunden - und staatlichen Beistand
Braucht die Nachfrage wieder eine Stütze? Mercedes-Fahrzeuge auf einem ehemaligen Flugplatz bei Ahlhorn in Niedersachsen.
(Foto: Mohssen Assanimoghaddam/picture alliance/dpa)- Die Autohersteller drängen derzeit auf Hilfen vom Staat.
- Hinter den Kulissen wird etwa über den Wunsch nach niedrigeren Mehrwertsteuersätzen gefeilscht.
- Zusagen der Bundesregierung gibt es allerdings bislang nicht.
- Wissenschaftler wünschen sich andere Ansätze. Es müsse darum gehen, Mobilität neu zu denken, heißt es.
Von Markus Balser, Michael Bauchmüller, Berlin, und Max Hägler
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