AutozuliefererWebasto bekommt neuen Finanzchef

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Der gebürtige Kanadiuer Yanik Cantieni hat am Montag als neuer Finanzchef in Stockdorf angefangen.
Der gebürtige Kanadiuer Yanik Cantieni hat am Montag als neuer Finanzchef in Stockdorf angefangen. Webasto

Der angeschlagene Autozulieferer Webasto steckt mitten in der Sanierung. Die soll nun ein neuer Finanzchef zu Ende bringen.

Von Stephan Radomsky

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Eigentlich waren sie zuletzt ganz zufrieden in Stockdorf. Nun gut, der Umsatz ist vergangenes Jahr um rund 300 Millionen Euro geschrumpft und unter dem Strich stand ein deutlicher Verlust. Aber das war so eingeplant, schließlich kämpft sich das Unternehmen gerade erst aus existenzbedrohenden Schwierigkeiten heraus und hat dafür unter anderem in nur zwei Jahren rund 3500 Jobs gestrichen. Dafür konnte der Spezialist für Dach- und Heizsysteme im vergangenen Herbst aber nach zähen Verhandlungen seine Finanzierung bis Ende 2028 absichern.

Das Finanzielle scheint also vorerst geregelt – und das Personelle nun auch wieder. Zum 1. Juni hat Yanik Cantieni als Finanzvorstand in der Webasto-Zentrale südwestlich von München übernommen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Er ersetzt damit Jörg Bremer, der das Unternehmen nach nur etwa anderthalb Jahren wieder verlässt – einvernehmlich, wie betont wird. Bremer habe Webasto „durch eine entscheidende Phase geholfen“, ließ sich Firmenchef Jörg Buchheim zitieren, Cantieni werde nun mit seiner langjährigen Erfahrung in der Autoindustrie „bei der laufenden Transformation in einem weiter volatilen Marktumfeld sehr helfen“.

Der gebürtige Kanadier Cantieni ist bereits seit Mitte der Neunzigerjahre in der Branche. Unter anderem arbeitete er in dieser Zeit für den Mercedes-Konzern sowie für den kanadisch-österreichischen Zulieferkonzern Magna. Sein Spielraum bei Webasto dürfte allerdings vorerst begrenzt bleiben. Denn neben Firmenchef Buchheim steuert vor allem der Anfang 2025 eigens an Bord geholte Restrukturierungs-Vorstand Johann Stohner die Neuaufstellung. Und die soll bald Früchte tragen: Fürs laufende Jahr rechnet man bei Webasto noch mit einer „roten Null“, ab 2027 solle der Konzern mit zuletzt noch rund 13 100 Mitarbeitern an weltweit 50 Standorten dann wieder stabil profitabel arbeiten.

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