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Ausstieg aus der Glücksspiel-Branche:Deutsche Bank verkauft ihr Casino in Las Vegas

Publicity photo of The Chandelier bar at the Cosmopolitan Hotel in Las Vegas

Die Bar The Chandelier im Kasino Cosmopolitan in Las Vegas. Die Deutsche Bank verkauft das Kasino vier Jahre nach Eröffnung.

(Foto: REUTERS)

Eher aus Versehen kam die Deutsche Bank zu einem Casino in Las Vegas. Doch das Geldhaus hatte kein Glück mit dem Glückspiel - und ist nun froh, das Haus losgeworden zu sein.

Die Deutsche Bank ist ihr Casino in der US-Spielermetropole Las Vegas losgeworden. Das Cosmopolitan sei für 1,73 Milliarden Dollar (1,26 Milliarden Euro) an einen Immobilienfonds des Finanzinvestors Blackstone verkauft worden, teilte die Deutsche Bank mit. Noch müssten die Behörden dem Verkauf aber zustimmen.

Die Bank habe einen "kleinen Gewinn" aus dem Verkauf erlöst, sagte ein Sprecher. Insgesamt endet der Ausflug in die Glücksspiel-Branche für die Bank aber mit einem Verlust. Der Hotel- und Spiel-Komplex mit zwei Türmen hat nach früheren Angaben 3,9 Milliarden Dollar gekostet.

Die Deutsche Bank hatte das Casino eigentlich nur finanzieren wollen, der Bauherr war aber in Zahlungsschwierigkeiten geraten, weshalb die Bank 2008 das Kommando übernahm und das Cosmopolitan in Eigenregie fertigstellte. Die Bank hatte das Objekt als vorübergehendes Investment bezeichnet. Doch der Einstieg ins Casinoentwicklungsgeschäft geschah zum falschen Zeitpunkt: Mitten in einem Bauboom brach das Glücksspielgeschäft am Las Vegas Strip wegen der Finanzkrise ein, und mit den Immobilienpreisen in Nevada ging es abwärts.

Zuletzt hat sich das Geschäft aber verbessert. Der Ertrag des Resorts war im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent auf den Rekordwert von 653 Millionen Dollar gestiegen. Die Verkaufsbedingungen dürften daher zum jetzigen Zeitpunkt am günstigsten seit der Eröffnung gewesen sein.

Der Verkauf des Komplexes sei Teil der selbst aufgelegten Strategie der größten deutschen Privatbank, so die Mitteilung. Im Zuge derer habe sie sich dazu verpflichtet, "nicht zum Kerngeschäft gehörende Positionen" loszuwerden.

© Süddeutsche.de/Reuters/ipfa/bbr
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