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Augustinum:Teurer Kaminabend

Auch für die Vorbereitung eines Kaminabends - hier nur symbolisch im Bild - gab es ein sattes Honorar.

(Foto: imago stock&people)

Merkwürdige Zustände beim Senioren-Stift Augustinum: Der Finanzchef hatte 90 Tage Urlaub im Jahr und kassierte nebenbei hohe Honorare von Firmen des Aufsichtsratschefs.

Von Bernd Kastner und Klaus Ott

Viel Urlaub, volles Gehalt, und dann ein guter Nebenverdienst, welcher Geschäftsführer hätte nicht gerne solche Freiheiten in seinem Unternehmen? Aber es kann halt nicht jeder Manager für das Augustinum arbeiten, jenem kirchennahen Konzern mit Sitz in München, der an gescheiterten, möglicherweise sogar kriminellen Immobiliendeals großen Schaden nehmen könnte. Kriminalbeamte und Staatsanwälte ermitteln, und vieles, was sie finden, wirkt sonderbar. Zum Beispiel ein Vertrag aus dem Jahre 2008 für den damaligen Geschäftsführer Kurt Wilkin, dem neben einem Erholungsurlaub von 35 Tagen noch ein Sonderurlaub von 55 Tagen zugebilligt wurde. So notierte es einer der Ermittler. Er konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, das sei ja ein stolzer Sonderurlaub.

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