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Aufsichtsratschef Gerhard Cromme:Steiniger Weg bis zum Ziel

Die Bilanz ist gemischt: Der Umsatz liegt derzeit bei 73,5 Milliarden Euro, nur leicht über dem Niveau von 2007. Die Börse hat den Umbau bisher auch nicht honoriert. 2007 lag der Kurs der Aktie noch bei über 100 Euro, am Dienstag erreichte er etwa 67 Euro.

Diesmal ist es nicht selbst verschuldet, diesmal kommen die Schwierigkeiten von außen: Doch das ist vermutlich nur ein schwacher Trost für das Siemens-Management, wenn es an diesem Donnerstag durchwachsene Ergebnisse für die Monate April bis Juni vorstellt. Bei der Präsentation der Zahlen für Januar bis März hatte Vorstandschef Peter Löscher die Prognose für den Jahresgewinn auf 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro gesenkt, weil der Münchner Technologiekonzern Windparks in der Nordsee nicht rechtzeitig angeschlossen hat.

Am Donnerstag wird das Dax-Mitglied zwar an diesem Gewinnziel festhalten, aber zugleich werden Löscher und sein Finanzvorstand Joe Kaeser die Anleger darauf einstimmen, dass es härter geworden ist, diese Marke wirklich zu erreichen. Denn Siemens spürt kräftigen Gegenwind durch die Konjunktur.

Siemens muss sparen

Ende Juni hatte Kaeser die Börse schon darauf eingestimmt: "Es liegt eine ziemlich steinige Strecke auf dem Weg zu unseren Zielen vor uns", sagte er da. Jene Bereiche in dem Mischkonzern, die Auf- und Abschwünge schnell spüren, hätten im Mai und Juni überraschend schlecht abgeschnitten. Dazu gehören vor allem die Sparten, die andere Unternehmen mit Steuerungs- und Antriebstechnik für Fabriken oder Energietechnik beliefern. Die Industrie hält wegen der Turbulenzen in Europa und schwächeren Wachstumsaussichten offenbar das Geld zusammen.

Das sind nicht nur schlechte Nachrichten für Siemens, sondern für die gesamte Wirtschaft. Und sie passen zur Entwicklung wichtiger Konjunkturbarometer wie dem Ifo-Index: Der ist Ergebnis einer Umfrage unter deutschen Unternehmen und sank auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Der Aufschwung ist vorbei, nun kommen härtere Zeiten - das ist die Botschaft der teilnehmenden Manager.

Dabei hatte Siemens-Vorstand Kaeser zu Jahresanfang gehofft, dass sich die Konjunktur im Sommer erholt. Stattdessen geht es abwärts. Beobachter schätzen, dass der Wert neuer Aufträge bei dem Konzern deutlich unter der Marke des Vorjahresquartals liegen wird. Damals verbuchte die Firma Bestellungen für 23 Milliarden Euro; seitdem sinkt der Auftragseingang Quartal für Quartal. Der Umsatz wird in den abgelaufenen drei Monaten noch einmal leicht gestiegen sein, Analysten erwarten 19 Milliarden Euro - dank der Order aus der Vergangenheit.

Damit das Gewinnziel erreicht wird, will Siemens stärker sparen. Außerdem setzt das Management auf verschobene Großprojekte: Einige Industriekunden hatten Investitionen vorerst zurückgestellt. Wenn sie diese in den kommenden Monaten doch frei geben, würde das den Münchnern im laufenden Quartal helfen. Hoffen kann man ja mal.

Diesmal ist es nicht selbst verschuldet, diesmal kommen die Schwierigkeiten von außen: Doch das ist vermutlich nur ein schwacher Trost für das Siemens-Management, wenn es an diesem Donnerstag durchwachsene Ergebnisse für die Monate April bis Juni vorstellt. Bei der Präsentation der Zahlen für Januar bis März hatte Vorstandschef Peter Löscher die Prognose für den Jahresgewinn auf 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro gesenkt, weil der Münchner Technologiekonzern Windparks in der Nordsee nicht rechtzeitig angeschlossen hat. Am Donnerstag wird das Dax-Mitglied zwar an diesem Gewinnziel festhalten, aber zugleich werden Löscher und sein Finanzvorstand Joe Kaeser die Anleger darauf einstimmen, dass es härter geworden ist, diese Marke wirklich zu erreichen. Denn Siemens spürt kräftigen Gegenwind durch die Konjunktur.

Ende Juni hatte Kaeser die Börse schon vorbereitet: "Es liegt eine ziemlich steinige Strecke auf dem Weg zu unseren Zielen vor uns", sagte er da. Jene Bereiche in dem Mischkonzern, die Auf- und Abschwünge schnell spüren, hätten im Mai und Juni überraschend schlecht abgeschnitten. Dazu gehören vor allem die Sparten, die andere Unternehmen mit Steuerungs- und Antriebstechnik für Fabriken oder Energietechnik beliefern. Die Industrie hält wegen der Turbulenzen in Europa und schwächerer Wachstumsaussichten offenbar das Geld zusammen.

Das sind nicht nur betrübliche Nachrichten für Siemens, sondern für die gesamte Wirtschaft. Und sie passen zur Entwicklung wichtiger Konjunkturbarometer wie dem Ifo-Index: Der ist Ergebnis einer Umfrage unter deutschen Unternehmen und sank im Juni auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Der Aufschwung ist vorbei, nun kommen härtere Zeiten - das ist die Botschaft der teilnehmenden Manager.

Dabei hatte Siemens-Vorstand Kaeser zu Jahresanfang gehofft, dass sich die Konjunktur im Sommer erholt. Stattdessen geht es abwärts. Beobachter schätzen, dass der Wert neuer Aufträge bei dem Konzern deutlich unter der Marke des Vorjahresquartals liegen wird. Damals verbuchte die Firma Bestellungen für 23 Milliarden Euro; seitdem fällt der Auftragseingang Quartal für Quartal. Der Umsatz wird in den abgelaufenen drei Monaten noch einmal leicht gestiegen sein, Analysten erwarten 19 Milliarden Euro - dank der Order aus der Vergangenheit.

Damit das Gewinnziel erreicht wird, will Siemens stärker sparen. Außerdem setzt das Management auf verschobene Großprojekte: Einige Industriekunden hatten Investitionen vorerst zurückgestellt. Wenn sie diese in den kommenden Monaten doch frei geben, würde das den Münchnern im laufenden Quartal helfen. Hoffen kann man ja mal. BJÖRN FINKE