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Audi plant mit mehr als 10.000 neuen Jobs:Alle Zeichen auf Wachstum

Ob China, Russland, Indien, Südamerika oder die USA - wohin Audi-Chef Rupert Stadler auch blickt, überall erkennt er Wachstumspotenziale. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll Audi daher ein ganz anderes Unternehmen sein: ein viel größeres.

Ob das Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Winfried Kretschmann gerne hört? Der Grünen-Politiker hatte sich am Ostersonntag dafür ausgesprochen, dass die deutsche Automobilindustrie weniger statt mehr produzieren solle, doch bei Audi stehen alle Zeichen auf Wachstum: Der Ingolstädter Autohersteller will seine Produktion künftig massiv erhöhen und seine Belegschaft daher in den nächsten neun Jahren um satte 20 Prozent aufstocken.

Absatzzahlen Audi

Das Audi-Logo auf einem A5 Allroad Quattro: Unternehmenschef Rupert Stadler hat ein schier unerschöpfliches Wachstumspotenzial ausgemacht.

(Foto: dpa)

"Unser Wachstum geht Hand in Hand mit zusätzlichen Kapazitäten, Produkten und Menschen. Im vergangenen Jahr haben wir weltweit 58.000 Menschen beschäftigt. Bis Ende des Jahrzehnts dürften es 70.000 Beschäftigte sein", sagte der Chef der VW-Tochter, Rupert Stadler, der Fachzeitschrift Automotive News Europe.

Allein in diesem Jahr stellt Audi laut Stadler 1.200 neue Mitarbeiter ein, übernimmt 200 Leiharbeiter und bietet zusätzlich mehr als 700 Auszubildenden ein Lehrverhältnis. "Und sollten wir uns für eine Fertigung in den USA entscheiden, könnten noch mal 1.000 bis 2.000 Mitarbeiter oben darauf kommen", sagte Stadler. Die Entscheidung für ein US-Werk will Audi bis spätestens 2015 treffen.

Ganz im Gegensatz zu Kretschmanns Forderung einer Drosselung der deutschen Autoproduktion stehen Stadlers Prognosen bezüglich des globale Audi-Absatzes: Schon dieses Jahr solle die Produktion von 1,1 auf etwa 1,2 Millionen Einheiten steigen und dann bis 2015 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge.

"Und wer Audi kennt, der weiß, dass wir an dieser Marke nicht haltmachen wollen. Zumal wir noch Wachstumspotenzial in Märkten wie China, Russland, Indien, Südamerika, aber auch den USA sehen", sagte Stadler.

Auch für den US-Absatz gibt sich Stadler optimistisch: "Wir sind auch in den USA prima unterwegs und wollen unseren Absatz dieses Jahr zweistellig steigern, nachdem wir dort schon 2010 die magische Schwelle von 100.000 Verkäufen durchbrochen haben."

© sueddeutsche.de/DAPD/pak

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