AutoindustrieNeuer Vertrag für Audi-Chef

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Gernot Döllner soll Audi wieder zum Erfolg führen, dafür wurde sein Vertrag nun bis 2031 verlängert.
Gernot Döllner soll Audi wieder zum Erfolg führen, dafür wurde sein Vertrag nun bis 2031 verlängert. (Foto: Daniel Löb/dpa)

Seit gut zwei Jahren führt Gernot Döllner den Ingolstädter Autobauer durch einen großen Umbau. Den soll er fortsetzen: Der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag gerade um fünf Jahre verlängert.

Gernot Döllner bleibt fünf weitere Jahre als Audi-Chef im Amt. Sein Vertrag sei bis 2031 verlängert worden, bestätigte ein Sprecher am Freitag. Döllner steht seit September 2023 an der Spitze von Audi und hat in dieser Zeit bereits die Markteinführung mehrerer neuer Modelle verantwortet. Zudem hat er erst vor wenigen Tagen intern eine neue Strategie für den Premium-Hersteller präsentiert, demnächst dürfte eine Entscheidung über den Bau eines eigenen Werks in den USA fallen. Audi leidet besonders unter den Zöllen von US-Präsident Donald Trump, weil die Marke – anders als die Rivalen von BMW und Mercedes – bisher keine eigene Fertigung dort besitzt.

Dass der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung Döllners Vertrag jetzt um fünf Jahre verlängert, ist daher auch ein Zeichen: Der 56-Jährige bekommt Unterstützung und mehr Zeit für seinen Umbau in Ingolstadt – und zwar nicht nur von der Konzernmutter Volkswagen und ihren Großaktionären, sondern auch von den Arbeitnehmern. Die hatten sich nach SZ-Informationen ebenfalls für eine Verlängerung von Döllners Mandat ausgesprochen.

Der Auftrag des Audi-Chefs ist klar umrissen: Er soll die kriselnde VW-Tochter wieder zum Erfolg führen. Erst vor wenigen Tagen hatte er dafür in einem Interview mit der SZ skizziert, wie er das machen will in Zeiten von US-Zöllen und China-Krise: „Wir passen unsere Strategie den neuen Realitäten in der Welt an“, sagte er. Man benötige jetzt „mehr Flexibilität“ und müsse „schneller Antworten geben können, wenn sich Dinge verändern“. Dafür will Döllner will in den kommenden Jahren auch die Konzernstrukturen verändern. Das bedeute, dass man „perspektivisch deutlich weniger Stellen im indirekten Bereich, also abseits der Produktion, brauchen“ werde. Dringlich sei auch die Frage nach einem eigenen Werk in den USA. Man werde „bis Jahresende über ein Werk“ dort entscheiden, sagte Döllner dazu der SZ.

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