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Abgasaffäre bei Audi:Der Kronzeuge

Schild eines Audi-Händlers

Kronzeuge L. beschrieb die Lage bei Audi als eher chaotisch und von Chaos geprägt.

(Foto: dpa)

Panik, Chaos, Hybris, Hinhalten: Ein Audi-Techniker hat den Ermittlern geschildert, wie die US-Behörden bis zuletzt hingehalten und getäuscht wurden.

Solche Sätze finden sich sonst nicht in einer Anklage. Der Beschuldigte Henning L., steht da sinngemäß, sei aufrichtig und ehrlich. Und das ist längst nicht das einzige Lob. Das klingt höchst ungewöhnlich, ist bei näherem Hinsehen aber leicht nachvollziehbar. L. war Leiter des Bereichs Abgasnachbehandlung bei Audi, der das interne Kürzel N/EA-631 trägt. Der Techniker hat nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft München II jahrelang mitgemacht bei der Manipulation von Diesel-Fahrzeugen und ist deshalb einer von vier Angeschuldigten, die nach dem Willen der Ermittler in der Abgasaffäre bei der Ingolstädter Volkswagen-Tochter Audi vor Gericht kommen sollen.

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