Atommüll-LagerungGroßeinsatz der Polizei für Castor-Transport gestartet

Schon drei Castor-Transporte fuhren in den letzten Wochen durch Nordrhein-Westfalen. (Archivbild)
Schon drei Castor-Transporte fuhren in den letzten Wochen durch Nordrhein-Westfalen. (Archivbild) Christoph Reichwein/dpa

Für die Polizei beginnt der vierte Großeinsatz, um einen Castor-Transport durch Nordrhein-Westfalen abzusichern. Atomkraftgegner organisieren Proteste und Mahnwachen an mehreren Orten.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

SZ bei Google bevorzugen

Jülich/Ahaus (dpa) - Die Polizei hat einen Großeinsatz zum Schutz des vierten Castor-Transports aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gestartet. Wann genau der Transport von hochradioaktivem Atommüll stattfinden soll, sagten die Einsatzkräfte nicht. Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten den Beginn des Transports für heute Abend.

An mehreren Stellen soll es Proteste und Mahnwachen geben. Zuletzt hatten sich wenige Hundert Menschen an den Protesten gegen die Atommüll-Transporte beteiligt.

Atomkraftgegner gehen davon aus, dass der vierte Castor-Transport heute Abend in Jülich losfährt. Es sind Protestaktionen geplant. (Archivbild)
Atomkraftgegner gehen davon aus, dass der vierte Castor-Transport heute Abend in Jülich losfährt. Es sind Protestaktionen geplant. (Archivbild) David Ebener/dpa

Castor-Transporte bislang ohne Zwischenfälle

Die ersten drei Transporte von Atommüll-Behältern aus Jülich nach Ahaus waren in den vergangenen Wochen ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei begleitete die stark gesicherten Transporte jeweils mit einem Großaufgebot.

In den Behältern werden insgesamt gut 288.000 tennisballgroße Brennelemente aus dem Versuchsreaktor transportiert. Der Reaktor war ein Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.

152 Castor-Behälter müssen nach Ahaus

Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Castor-Behälter hochgefährlich. In jeden Behälter passen maximal 1.900 Kugeln, die insgesamt rund zwei Kilogramm Brennstoff enthalten. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.

Insgesamt ist geplant, 152 Castor-Behälter nach Ahaus zu bringen. Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht, das Zwischenlager in Jülich zu räumen, weil die Erdbebensicherheit dort nicht nachgewiesen werden konnte.

© dpa-infocom, dpa:260520-930-107755/1

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: