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Athen am Tag der Entscheidung:Straßenschlachten vor dem Parlament

Am Tag der entscheidenden Abstimmung über das Sparpaket kommt es vor dem Parlament zu gewaltätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Steine fliegen, ein Abgeordneter wird angegriffen und im Gebäude des Finanzministeriums brennt es.

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Proteste gegen Sparpaket

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Am Tag der entscheidenden Abstimmung über das Sparpaket kommt es vor dem Parlament zu gewaltätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Steine fliegen, ein Abgeordneter wird angegriffen und im Gebäude des Finanzministeriums brennt es.

Hunderttausende Menschen sind im Laufe des Tages im Zentrum von Athen zusammengekommen, um gegen das drastische Sparprogramm zu demonstrieren, dass das Parlament am Mittwochmittag mit knapper Mehrheit beschlossen hat. Einer der Protestierenden hielt einen symbolischen Galgen in der Hand und brachte damit auf drastische Weise seine Meinung über die griechische Regierung zum Ausdruck.

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Noch während die Abgeordneten debattierten, lieferten sich Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei.

An anti-austerity protester confronts riot police in front of the parliament in Athens

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Die Demonstranten stürzten Absperrungen um, schleuderten Flaschen und Steine auf die Polizisten und ...

Proteste in Athen

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errichten brennende Barriakden aus Mülltonnen und Abfall.

Protesters attack a policeman during violent protests around Syntagma square in Athens

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Gegen Abend nahm die Gewalt zu.

Proteste in Athen

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Wütende Demonstranten warfen Stühle und Tische aus einem Straßencafe nach den Polizisten.

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Militante Regierungsgegner legten auch Feuer in einem Postamt am Syntagma-Platz. In dem Gebäude ist auch das Finanzministerium untergebracht.

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Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas gegen die Demonstranten ein.

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Tränengasschwaden zogen durch die Straßen der griechischen Hauptstadt. Ein Luxushotel wurde evakuiert, weil die Gäste nach den Worten eines Sprechers die beißende Luft "nicht mehr ertragen" können. Es handelt sich um das King George Palace Hotel am Syntagma Platz.

48- hour general strike in Greece

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Mehr als 200 Menschen wurden Medienberichten zufolge bei den Straßenschlachten verletzt. Nach Angaben von Behörden und Rettungskräften wurden 31 Polizisten und 16 Demonstranten verletzt in Krankenhäuser gebracht.

A demonstrators is chased by riot police during anti-austerity protests in Athens

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38 Demonstranten wurden bis zum Abend festgenommen.

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Einige Demonstranten forderten die Auflösung des Parlaments. Andere richteten ihren Zorn gegen Polizisten: "Bullen, Schweine, Mörder" skandierte eine Menge vor einer Polizeikette.

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Bereits am Morgen bekam die Abgeordnete Liana Kanelli von der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) die Wut der Demonstranten zu spüren. Sie wurde mit Joghurt und Trinkbechern beworfen, als sie das Parlament betreten wollte.

Streik in Athen

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Die Gewerkschaften setzten am Mittwoch ihre am Vortag begonnenen landesweiten Streiks fort. In Athen fuhren keine Züge und Busse. Am Athener Flughafen (im Bild) bildeten sich deshalb an den Taxiständen lange Schlangen. Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken wurden ebenfalls bestreikt. Fähren hatten eigentlich fahren sollen, aber Streikposten blockierten in Piräus und anderen Häfen die Anlegestellen, so dass die Schiffe nicht ablegen konnten.

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Bereits am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch hatten Autonome sich vor dem Parlament Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften geliefert. Nach Angaben der Polizei wurden 42 Gewalttäter festgenommen. Mehr als 300 Menschen wurden - überwiegend leicht - verletzt, darunter 38 Polizisten.

© sueddeutsche.de/segi/beu/olkl

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