Aston Martin Mit James Bond an die Börse

(Foto: United Artists Corporation, Columbia Pictures Industries)

Der Lieblingsautohersteller des Geheimagenten Ihrer Majestät meldet für 2017 einen Rekordumsatz. Die Eigentümer prüfen nun einen Börsengang.

Von Björn Finke

Die Lieblings-Automarke von James Bond ist wieder gefragt. Der Geheimagent Ihrer Majestät vertraut seit dem Streifen "Goldfinger" auf die teuren Flitzer von Aston Martin - im Foto Bond-Darsteller Daniel Craig und das historische Modell DB5 im Film "Skyfall". Doch der Autofabrikant aus dem englischen Gaydon stand mehrfach vor dem Aus; er ging seit der Gründung 1913 siebenmal pleite und schrieb seit 2011 Verluste. Im vergangenen Jahr aber erzielte das Unternehmen mit 2755 Angestellten einen Gewinn von 87 Millionen Pfund vor Steuern. Der Umsatz stieg fast um die Hälfte auf den Rekordwert von 876 Millionen Pfund, die Zahl der verkauften Autos sogar noch schneller von 3229 auf 5117.

Vorstandschef Andy Palmer erwartet weiteres Wachstum. Die Auslastung der Fabrik werde zunehmen, bis Ende des Jahres die Höchstgrenze erreicht sei, sagt er. Das Werk kann jährlich 7000 Fahrzeuge fertigen. Im kommenden Jahr will Palmer in Wales eine zweite Fabrik eröffnen. Der Manager wechselte 2014 von Nissan zu Aston Martin. Um die Firma zu sanieren, führte er eine ganze Reihe neuer Modelle ein. Seit Herbst 2016 wird in Gaydon der DB11 produziert; das Vorgängermodell DB9 kam schon 2004 auf den Markt - eine Ewigkeit in der Branche. Die Neuerung zahlt sich aus: Der DB11 ist der Grund für den Boom. Das Unternehmen gehört Finanzinvestoren aus Kuwait und Italien, auch Daimler besitzt fünf Prozent der Anteile. Die Eigentümer erwägen nun einen Börsengang, wie Aston Martin mitteilt.