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Arztberatungen im Internet:Sprechstunde per Video

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Der Pieks in den Finger funktioniert nicht online, ein Gespräch mit dem Doktor schon. Politiker und viele Ärzte sehen die Telemedizin allerdings skeptisch. Sie befürchten, dass auch Diagnosen übers Netz gestellt werden. In Deutschland ist das bisher nicht erlaubt.

(Foto: imago)

Ob Doktor und Patienten einen Befund in der Praxis oder via Internet besprechen, macht keinen Unterschied - so sieht das jedenfalls ein Arzt, der Fernsprechstunden anbietet.

Einmal pro Woche endet die Sprechstunde von Lothar Bleckmann früher als sonst. Dann setzt sich der Hals-Nasen-Ohren-Arzt an den Computer und verlegt seine Praxis von Kleve am Niederrhein ins Internet. Bei seiner Video-Beratung bespricht er mit Patienten die Ergebnisse des Hörtests oder der Allergieuntersuchung. "Für mich macht es keinen großen Unterschied, ob wir die Befunde in der Praxis oder über das Internet besprechen", sagt der Mediziner. Denn Arzt und Patient schauen sich dank der PC-Kamera in die Augen und können über den Bildschirm gemeinsam Ergebnisse durchgehen. Gerade Patienten, die in eher abgelegenen Dörfern nahe der niederländischen Grenze zu Hause sind, können sich dank der Video-Sprechstunde die Anfahrt sparen. "Der Zeitgeist will, dass wir das ausprobieren", sagt Bleckmann.

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