Die Bundesregierung hat vor einer zu starken Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche gewarnt. "Sind die Unterschiede zwischen arm und reich zu groß und wird erworbener Reichtum als überwiegend leistungslos empfunden, so kann dies die Akzeptanz der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verringern", heißt es im neuen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Gerade weniger privilegierte Bürger empfänden "ihre Anstrengungen vielfach als nicht ausreichend respektiert". Für die Menschen sei es sehr wichtig, "dass sie und ihre Kinder den erreichten Status verbessern oder wenigstens erhalten können". Gebe es hier Zweifel, "kann dies in allen Gesellschaftsschichten zu Verunsicherung führen", stellt die Regierung fest.
Armutsbericht:Bundesregierung warnt vor einer Spaltung der Gesellschaft
Ein großer Unterschied zwischen Arm und Reich sorgt für soziale Spannungen, heißt es im Armutsbericht der Bundesregierung.
(Foto: dpa/dpaweb)- Viele Bürger haben das Gefühl, ihre Leistung würde nicht respektiert, heißt es im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.
- In dem Bericht werden auch zahlreiche soziale Probleme und Schieflagen aufgezeigt.
- Einige kritische Passagen zum Einfluss von Wohlhabenden auf politische Entscheidungen bleiben allerdings gestrichen.
Von Thomas Öchsner, Berlin


