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Argentinien:Pläne für Umschuldung

Argentinien hat das Umschuldungsangebot an seine Gläubiger aufgebessert. Präsident Alberto Fernandez sprach von einem "letzten Versuch", der seinem Land maximale Anstrengungen abfordere. Zugleich setzte er eine Frist zur Annahme bis zum 4. August. Das südamerikanische Land kann seine Schulden nicht mehr bedienen und gilt seit Mai als zahlungsunfähig. Es versucht ausländische Investoren, die Anleihen im Volumen von etwa 65 Milliarden Dollar halten, zu einem Verzicht auf einen erheblichen Teil ihrer Forderungen zu bewegen. Die Verhandlungen mit den Investoren waren in eine Sackgasse geraten, nachdem zwei Gruppen von Gläubigern stärkere Absicherungen gefordert hatten. Die Regierung in Buenos Aires reagierte nun mit dem Angebot, Bonds mit Anleihebedingungen aus dem Jahr 2005 in neue Papiere mit denselben Anleihekonditionen zu tauschen. Zum Angebot gehören auch höhere Zinscoupons. Scheitern die Gespräche, droht Argentinien den Zugang zu den Kreditmärkten zu verlieren.

© SZ vom 07.07.2020 / Reuters

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