ArbeitsweltStudie: Künstliche Intelligenz wird kein Jobkiller

Frauen seien doppelt so häufig wie Männer in Bereichen tätig, in denen mit einer Automatisierung zu rechnen sei, heißt es in der Studie.
Frauen seien doppelt so häufig wie Männer in Bereichen tätig, in denen mit einer Automatisierung zu rechnen sei, heißt es in der Studie. imago images/Shotshop

Künstliche Intelligenz wird die Qualität von Arbeit verändern. Gerade Entwicklungsländer könnten davon profitieren, so eine Studie der UN. Der Wandel trifft dennoch vor allem Jobs in einer Branche.

SZ bei Google bevorzugen

Künstliche Intelligenz (KI) wird nach einer UN-Studie weniger als Jobkiller wirken, aber die Qualität von Arbeit verändern. Eine am Montag von der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchung kommt zu der Einschätzung, generative KI wie ChatGPT werde Tätigkeiten erweitern und teils automatisieren; dies habe auch Folgen für die Dichte und Autonomie menschlicher Arbeit. Deshalb seien ein Dialog zwischen den Sozialpartnern sowie gesetzliche Regulierungen nötig, damit nicht nur einige wenige, gut vorbereitete Länder und Gruppen von der neuen Technologie profitierten.

Die größten Veränderungen durch Einsatz von KI erwartet die Studie der UN-Organisation im Bereich Büroarbeiten. Bestimmte Gruppen wie Manager, spezialisierte Fachkräfte und Techniker werden als weniger exponiert angesehen. In Industrieländern dürfte dem Papier zufolge ein größerer Teil von Jobs von den Automatisierungsprozessen betroffen sein als in Ländern mit niedrigen Einkommen. Dabei könnten Entwicklungsländer aus dem technologischen Wandel erhebliche Vorteile ziehen, die richtigen politischen Maßnahmen vorausgesetzt.

Frauen seien doppelt so häufig wie Männer in Bereichen tätig, die mit einer Automatisierung rechnen ließen, hieß es weiter. Bürojobs spielten traditionell eine wichtige Rolle für die Beschäftigung von Frauen im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung ärmerer Länder. Allerdings könne generative KI dafür sorgen, dass bestimmte Büro-Arbeitsplätze in solchen Ländern nie entstehen.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Serie
:Hohe Profite mit giftigem Müll auf illegalen Deponien

In Deutschland gibt es jedes Jahr viele Tausend Fälle von mutmaßlich kriminellen Geschäften mit Abfall. Die Ermittlungen dauern lange, und die Strafen fallen oft milde aus. Schärfere Gesetze sollen das ändern.

SZ PlusVon Klaus Ott und Nils Wischmeyer

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: