FachkräftemangelArbeitskräfte für Energiewende werden knapp

in Deutschland fehlen Arbeitskräfte - auch für Windkraftanlagen.
in Deutschland fehlen Arbeitskräfte - auch für Windkraftanlagen. Jens Büttner/dpa
  • Deutschland benötigt laut einer Modellrechnung bis 2030 rund 160.000 zusätzliche Arbeitskräfte für den Ausbau erneuerbarer Energien und 40.000 für Klimaanpassungsmaßnahmen.
  • Die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte gestaltet sich schwierig, besonders in der Energie- und Elektrotechnik mit Suchdauern von über 110 Tagen.
  • Zur Bewältigung des Fachkräftemangels empfiehlt ein IAB-Forscher die Nutzung von Arbeitskräfte-Potenzialen aus schrumpfenden Wirtschaftsbereichen sowie die bessere Integration von Ausländern, Älteren und Frauen in den Arbeitsmarkt.
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Für Windkraft- und Photovoltaikanlagen werden in Deutschland bis 2030 einer Studie zufolge rund 157 000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt.

Deutschland hat möglicherweise nicht ausreichend Arbeitskräfte, um erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik weiter auszubauen. Für die Energiewende werden in Deutschland bis 2030 einer Studie zufolge rund 157 000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt. Dies teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag zu eigenen Modellrechnungen mit. Bis 2040 seien es noch 102 000. Die Nachfrage werde vor allem im Baugewerbe, in der Energieversorgung, in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der IT-Branche steigen. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie dem demografischen Wandel und der digitalen Transformation könne es insgesamt aber dennoch zu einem Arbeitsplatzabbau in diesen Branchen kommen.

Dabei dürfte es laut der IAB-Projektion bereits jetzt schwierig sein, qualifizierte Arbeitskräfte in vielen entscheidenden Berufsgruppen zu finden. Die längsten Suchdauern zeigten sich mit 114 Tagen im Bereich Elektrotechnik und 112 Tagen in der Energietechnik. Auch im Hochbau mit 100 Tagen und in der Baustoffherstellung mit 104 Tagen herrsche bereits ein äußerst angespannter Arbeitsmarkt.

„Wir müssen die verfügbaren Arbeitskräfte rekrutieren und diese auch so aus- und weiterbilden, dass die Arbeitskräfte-Potenziale aus schrumpfenden Wirtschaftsbereichen bestmöglich genutzt werden“, sagte IAB-Forscher Christian Schneemann. Als weitere Maßnahmen nannte er die Förderung von Berufen aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), die Zuwanderung von Arbeitskräften und die leichtere Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Zudem müssten Bildungsabbrüche verringert und die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren gesteigert werden.

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