Arbeitsbedingungen:Doppelte Standards

Lesezeit: 3 min

Arbeitsbedingungen: Ein Mitarbeiter von DHL in New York. Deutsche Gewerkschafter setzen sich immer öfter für die Kollegen in anderen Ländern ein.

Ein Mitarbeiter von DHL in New York. Deutsche Gewerkschafter setzen sich immer öfter für die Kollegen in anderen Ländern ein.

(Foto: Daniel Acker/Bloomberg News)

Deutsche Unternehmen verdienen ihr Geld immer öfter im Ausland. Dort herrschen meist andere Regeln für die Beschäftigten. Die Gewerkschaft Verdi reagiert darauf - grenzüberschreitend.

Von Max Hägler, Stuttgart

Die Telekom ist ein geachtetes Unternehmen: Viel technisches Knowhow hat das Unternehmen, und als ehemaliger Staatsbetrieb auch ganz ordentliche Arbeitsbedingungen. Viel zu klagen haben die Arbeitnehmer also nicht. Zumindest nicht die in Deutschland, denn bei der großen amerikanischen Tochterfirma T-Mobile US, die immer noch im Mehrheitsbesitz der Deutschen Telekom ist, sieht es offenbar anders aus: Globale Arbeitsstandards würden nicht eingehalten, beklagt der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. Beschäftigte würden bedroht und müssten mit Kündigungen rechnen, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren wollten. Der Konzern verwahrt sich entschieden gegen solche Vorwürfe; Arbeitnehmer dürften sich frei entscheiden über ihre Vertretung. Aber regelmäßig weist die Telekom auch darauf hin, dass sich Gesetze im Ausland von deutschen Gepflogenheiten unterscheiden würden.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
A young woman enjoying snowfall in Amsterdam; Frieren Interview Hohenauer
Gesundheit
"Viel effektiver als eine Fettschicht ist Muskelmasse als Kälteschutz"
SZ-Magazin
Patti Smith im Interview
"Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben"
Arbeitskultur
Du bist nicht dein Job
Geheimdienste im Ukraine-Krieg
An der unsichtbaren Front
Zur SZ-Startseite