Karriere:Das Elternhaus entscheidet, nicht die Leistung

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(Foto: imago/Collage: SZ)

Talent und harte Arbeit, das sollte doch reichen, um im Job erfolgreich zu sein. So denken jedenfalls viele. Doch die soziale Herkunft spielt eine mindestens genauso große Rolle. Deutschland braucht eine Quote für Arbeiterkinder in Unternehmen.

Essay von Nils Wischmeyer

Im Jahr 2013 trommelte der Psychologe Paul Piff für ein kleines Experiment mehr als 200 Menschen zusammen. Sie sollten in den kommenden Stunden „Monopoly“ gegeneinander spielen, eins gegen eins: Der bessere gewinnt. Na ja, fast. Um es etwas unterhaltsamer zu machen, wurden die Menschen im Labor per Münzwurf in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe waren die „Armen“. Sie bekamen das übliche Startgeld, Gehalt und einen Würfel. Die andere Gruppe waren die „Reichen“. Sie bekamen für das Spiel doppelt so viel Startgeld, in jeder Runde das doppelte Gehalt und durften mit zwei Würfeln anstatt nur einem spielen. Sie hatten somit nicht nur bessere Startchancen, sondern auch in jeder Runde einen erneuten Vorteil. Es war ein gezinktes Spiel, bei dem Piff wissen wollte: Was macht das mit den Menschen?

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