AppleVernetztes Raumschiff

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Chef Tim Cook fordert mit seinem schlauen Lautsprecher Amazon und Google heraus. Im Dezember wird der HomePod auf den Markt kommen. Mit an Bord: natürlich Siri.

Von Helmut Martin-Jung, München

SZ bei Google bevorzugen

Das Raumschiff ist gelandet. Ein bisschen so sieht sie zumindest aus, Apples Antwort auf Amazon und Googles schlaue Lautsprecher für zu Hause. Gut 17 Zentimeter hoch, rund und umgeben von einem Metallgeflecht, soll der HomePod nicht nur den Amazons und Googles Konkurrenz machen, sondern auch Firmen wie Sonos oder Bose, denen es auf Musikqualität ankommt. Im Dezember wird er auf den Markt kommen. Für die Kommunikation mit dem Lautsprecher ist natürlich Apples digitale Assistentin Siri zuständig.

Apple hat damit getan, was sich oft als vorteilhaft für die Firma erwiesen hat: Andere vorpreschen lassen und dann ein Produkt auf den Markt bringen, das versucht, den Kunden eine bessere Erfahrung zu bieten. So war es beim iPod, beim iPhone und so ist es nun beim HomePod. Ob der wirklich das Musikhören zu Hause revolutionieren wird, wie Apple-Chef Tim Cook sagte, wird sich zeigen müssen, zumal der Preis von 350 Dollar ambitioniert ist.

Apple kündigte zudem Neuerungen in kleinen Schritten an. Ziemlich vielversprechend ist eine Funktion im neuen iOS, dem Betriebssystem für Apples Mobilgeräte. Die Version 11 bringt unter anderem eine Programmierschnittstelle für erweiterte Realität. Was technisch klingt, ermöglicht, in reale Umgebungen virtuelle Gegenstände einzublenden. Da wird der Esszimmertisch plötzlich zum Schauplatz für eine Science-Fiction-Schlacht. Oder es steht plötzlich - und sehr realistisch dargestellt - ein Elefant im Raum. Da sehr viele Nutzer schnell auf das neue System updaten werden, wird Apple nahezu über Nacht zur größten Plattform für erweiterte Realität.

Begehrlichkeit dürfte das neue Spitzenmodell von Apples All-in-one-Serie iMac auslösen. Der iMac Pro ist nicht nur den schnellste iMac, sondern überhaupt der schnellste Mac-Rechner. Wer braucht so etwas? Leute, denen ein PC nicht reicht, sondern die eine Workstation brauchen, zum Beispiel, Algorithmen für Anwendungen der künstlichen Intelligenz laufen zu lassen. Auch dafür müssen sich die Fans bis Dezember gedulden und dann mindestens 5000 Dollar hinblättern.

© SZ vom 06.06.2017 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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