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Braucht man das?:iPad pro mit Tastaturhülle

Apple Begins Selling New M1 iPad Pros And iMacs

Wo hört das Tablet auf und wo fängt das Laptop an? Die neuen iPads der Pro-Reihe stehen zumindest in der Leistung einem Laptop nicht nach.

(Foto: Nina Riggio/Bloomberg)

Apples neue iPads der Pro-Reihe sind unglaublich leistungsstark - aber auch unfassbar teuer.

Von Helmut Martin-Jung

Es müssen heiße Diskussionen sein bei den Entscheidern von Apple. Wie viel Laptop darf in einem iPad stecken, bis es wirklich den Verkauf von Apples Laptops kannibalisiert? Bei den neuen iPads der Pro-Reihe, die jetzt verfügbar sind, stellt sich die Frage aufs Neue. Sie enthalten nämlich - Überraschung, Überraschung - Apples selbst entwickelten M1-Chip. Sie stehen damit in der Leistung einem Laptop nicht nach. Wer sich dann noch das Tastatur-Cover gönnt - hat immer noch keinen richtigen Laptop, so viel sei vorweggenommen.

Das alte Dilemma besteht fort: Wer produktiv sein will, kommt um einen richtigen Computer nicht herum, sei der nun von Apple oder einem anderen Hersteller. Tablets, und gerade die potenten iPads pro, können zwar viel, manches auch besser als Laptops. Aber sie schwächeln genau dort, wo es ernst wird. Einen längeren Text will man dann doch nicht auf dem iPad tippen, einen Film bearbeitet man auch lieber an einem richtigen Rechner und so weiter.

Ja, es ist erstaunlich, was mit einem Tablet mittlerweile alles geht, Apple hat hier die Konkurrenz in puncto Leistung abgehängt. Die Frage aber ist, wer das wirklich noch nutzen kann. Zum Filme gucken und Gelegenheits-Zocken tun es auch die Vorgängermodelle.

Bei den Neuen überzeugt vor allem das größere Modell (12,9 Zoll) durch eine Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms mit sehr vielen kleinen LEDs, das ermöglicht hohe Kontrastwerte. Ansonsten sind beide Flundern, beim kleineren misst der Bildschirm elf Zoll, ausgezeichnet verarbeitet. Über den USB-C-Anschluss lassen sie sich nun auch mit hochauflösenden Monitoren verbinden, mit schnellem Internet per Ethernet-Kabel oder mit schnellen externen Festplatten.

Die Lautsprecher sind wie gewohnt gut, taugen allemal zum Filme anschauen. Das sogenannte Magic Keyboard bietet eine beleuchtete Tastatur, ein durchaus passables Schreibgefühl und einen weiteren USB-C-Anschluss. Man kann die iPads also dort laden und hat noch einen Anschluss für andere Dinge frei.

Die Highend-Ausstattung lässt sich Apple allerdings auch fürstlich bezahlen. Wer das große iPad mit der maximalen Speicherausstattung von zwei Terabyte und dazu die Tastatur wählt, ist satte 2800 Euro los. Los geht es mit dem iPad pro in elf Zoll bei 1200 Euro - auch nicht gerade ein Schnäppchen. Aber das sind ja Apples Laptops auch nicht.

© SZ
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