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Apple:91,8 Milliarden Dollar in drei Monaten

September 20, 2019, Shanghai, China: Customers try out iPhone 11 series smartphones at the East Nanjing Road Flagship Ap

Apple habe wegen des Coronavirus' einen Laden in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land reduziert, so der Konzern.

(Foto: Wang Chu/imago)

Apple schafft Rekordumsatz. Uhren und Kopfhörer sind dabei wichtiger als Macs.

Apple hat das vergangene Weihnachtsgeschäft mit Rekordzahlen abgeschlossen. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 91,8 Milliarden Dollar, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Der Gewinn erreichte 22,2 Milliarden Dollar nach knapp 20 Milliarden Dollar im Vorjahr. Beim iPhone, dem mit Abstand wichtigsten Produkt des Konzerns, gab es nach einigen Quartalen mit Rückgängen ein deutliches Umsatzplus von 7,6 Prozent auf knapp 56 Milliarden Dollar. Im vergangenen Herbst waren zum Teil teurere neue Modelle auf den Markt gekommen. Auch bei kleinen tragbaren Geräten wie der Computer-Uhr Apple Watch und den Airpods-Ohrhörern sowie im Abo-Geschäft mit Diensten gab es deutliche Zuwächse.

Die Anleger reagierten positiv. Die Apple-Aktie legte um gut zwei Prozent auf 324,34 Dollar zu.

Nach dem Rekord-Weihnachtsgeschäft muss Apple allerdings gegen Turbulenzen durch das neue Coronavirus ankämpfen. Einige Zuliefererbetriebe befänden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan, sagte Konzernchef Tim Cook. Es gebe aber auch andere Bezugsquellen. Unklar sei die weitere Entwicklung bei anderen Zulieferern, bei denen die übliche Auszeit zum chinesischen Neujahrsfest zum Teil um eine Woche verlängert worden sei.

Der Konzern habe einen Apple Store in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land reduziert, sagte er. Auch einige chinesische Einzelhandelspartner hätten Geschäfte geschlossen oder die Öffnungszeiten verkürzt, und in die Läden kämen weniger Käufer.

Die Unsicherheit rund um das Coronavirus sei der Grund dafür, dass bei der Umsatzprognose für das laufende Quartal eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar gewählt worden sei, sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri. Das ist aber in jedem Fall ein deutliches Plus im Vergleich zu den 58 Milliarden Dollar Umsatz im Vorjahresquartal.

Das Geschäft der Sparte mit den sogenannten Wearables schoss um fast 37 Prozent auf gut zehn Milliarden Dollar hoch. Es hat damit erstmals den Umsatz mit Mac-Computern überholt, der auf 7,1 Milliarden Dollar zurückging. Apple hatte in der Weihnachtszeit neben einer neuen Watch-Generation auch eine verbesserte und teurere Pro-Version der Airpods herausgebracht, so nennt Apple seine kabellosen Kopfhörer. Bei den Services wie Apple Music oder dem iCloud-Speicher gab es ein Plus von rund 17 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Apple hat nun 480 Millionen Abo-Kunden. Das Ziel von 500 Millionen Kunden werde nun im laufenden Vierteljahr erreicht, sagte Maestri. Zum Jahresende will Apple nun 600 Millionen Abo-Kunden haben. Das Geschäft mit iPad-Tablets schrumpfte unterdessen um elf Prozent auf knapp sechs Milliarden Dollar.

© SZ vom 30.01.2020 / dpa

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