Medikamentenversorgung:„Todesstoß für einen ganzen Berufsstand“

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Ende November protestierten Apotheker in Dortmund. Viele machen sich Sorgen um ihre Existenz und gingen in den vergangenen Monaten immer wieder auf die Straße. (Foto: Markus Matzel/Imago)

In der Apothekerschaft rollt eine Protestwelle gegen die von Bundesgesundheitsminister Lauterbach geplante Reform. Die Lobby fürchtet den Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen.

Von Elisabeth Dostert, München

Die schlechte Nachricht erreichte Apotheker Mike Beyer im Urlaub mit der Familie in Spanien. Mitte Juni drang über die FAZ ein Referentenentwurf aus dem Haus vom Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an die Öffentlichkeit. Es geht um die Honorare und um die Strukturreform bei den Apotheken. An diesem Dienstag sind die Verbände zu einer Anhörung ins Ministerium geladen. Die Protestwelle rollt seit Tagen. Die vorgeschlagenen Reformen „zerstören die Arzneimittelversorgung in Deutschland irreparabel“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Abda, der Bundesvereinigung deutscher Apothekenverbände, in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft. Zehntausende Arbeitsplätze seien gefährdet.

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