Anleihen, Rohstoffe, Devisen:Ölpreise legen zu

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Am Rohöl-Markt greifen Anleger in der Hoffnung auf eine anhaltend robuste Nachfrage wieder zu. Mut machen ihnen Preiserhöhungen Saudi-Arabiens.

Die Ölpreise sind mit deutlichen Aufschlägen in die Handelswoche gestartet. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete mit 73,48 Dollar 5,1 Prozent mehr. Die US-Sorte WTI stieg um 5,4 Prozent auf 69,88 Dollar. Marktteilnehmer begründeten die Teuerungen mit Nachrichten aus Saudi-Arabien. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco erhöhte die Verkaufspreise für seine asiatischen Kunden und sandte damit ein Signal der Zuversicht für die künftige Rohölnachfrage. Zudem schwinde wegen der stockenden Atomgespräche des Westens mit dem Iran die Aussicht auf eine rasche Rückkehr iranischen Erdöls auf den Weltmarkt, sagten Börsianer.

Die Anhebung der Bonitätsnote Italiens von zuvor "BBB-" auf "BBB" durch die Rating-Agentur Fitch ermunterte Anleger zum Kauf von Anleihen des Landes. Dies drückt die Rendite der zehnjährigen Titel im Gegenzug auf ein Zwei-Wochen-Tief von 0,895 Prozent.

Die Talfahrt des Bitcoin setzte sich fort. Nachdem die Cyber-Devise bis auf 47 111 Dollar gefallen war, erholte sie sich teilweise von ihren Verlusten und lag zuletzt 1,2 Prozent im Minus bei 48 887 Dollar. Am Wochenende hatte der Bitcoin zeitweise 22 Prozent an Wert verloren. "Die Sorgenliste bestehend aus der Coronavirus-Mutation Omikron, dem finanziell angeschlagenen Immobilienkonzern China Evergrande und dem wachsenden Unbehagen der US-Notenbank angesichts einer hohen Inflation hält Kryptowährungen weiterhin im Klammergriff fest", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

Der Euro gab ebenfalls nach. Die Gemeinschaftswährung lag 0,3 Prozent tiefer bei 1,1280 Dollar. Börsianer blicken zum Jahresende angesichts der vierten Corona-Welle mit deutlich weniger Zuversicht auf die Konjunktur im Euro-Raum. Das von der Investment-Beratungsfirma Sentix veröffentlichte Barometer fiel im Dezember um 4,8 auf 13,5 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit April.

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