Die Politik bricht ein Tabu: Der Staat will ein Aktiendepot anbieten, in das jeder einzahlen kann – und fördert das auch noch mit Zuschüssen. Bisher ist die private Altersvorsorge das Geschäft von Banken und Versicherungen. Künftig soll ein staatliches Altersvorsorgedepot ihnen Konkurrenz machen. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen von SPD und CDU/CSU im Bundestag. Die Abgeordneten haben den Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) somit entscheidend verändert. Klingbeil war noch davor zurückgeschreckt, so stark einzugreifen in das Geschäft der Banken und Versicherungen mit Finanzprodukten für das Alter.
AltersvorsorgeDie Reform der Riester-Rente wird überraschend größer
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Die Abgeordneten von SPD und Union wollen plötzlich der Finanzindustrie staatliche Konkurrenz machen: Künftig könnte das ETF-Depot vom Staat kommen.
Von Bastian Brinkmann, Berlin
