Alstom"Zugfenster, die man öffnen kann, kommen nicht zurück"

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Henri Poupart-Lafarge, der Chef des französischen Bahnherstellers Alstom, im Cockpit eines Vorortzugs.
Henri Poupart-Lafarge, der Chef des französischen Bahnherstellers Alstom, im Cockpit eines Vorortzugs. Francois Lo Presti/AFP

Ein Bahnriese entsteht: Alstom kauft Bombardier - und hängt damit Siemens ab. Konzernchef Henri Poupart-Lafarge über die bevorstehende Sanierung deutscher Standorte, lahme ICEs der Konkurrenz aus München und virenresistente Züge der Zukunft.

Interview von Leo Klimm, Paris

Henri Poupart-Lafarge, 51, ist am Ziel: Sein Konzern, der Pariser Zughersteller Alstom, hat an diesem Freitag Bombardier übernommen. Weltweit ist Alstom mit einem Umsatz von 15,7 Milliarden und 75 000 Mitarbeitern am Bahntechnikmarkt jetzt die Nummer zwei hinter CRRC aus China, im Siemens-Heimatrevier Deutschland entsteht ein neuer Marktführer. Für den Münchner Rivalen ist die Sache besonders pikant: Die Sparte Siemens Mobility sollte eigentlich unter Führung Poupart-Lafarges mit Alstom fusionieren, bis die EU-Kommission das 2019 verhinderte. HPL, wie er genannt wird, kam schnell darüber hinweg. Er hat neue Pläne, auch in Deutschland, wo der Bombardier-Bahnbau mit zehn Standorten sein Zentrum hat - und die Beschäftigten nach mehreren Sparprogrammen schon wieder um ihre Arbeit bangen.

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