VersicherungAllianz verdient trotz Krisen sehr gut

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Niederlassung der Allianz-Versicherung in München-Unterföhring.
Niederlassung der Allianz-Versicherung in München-Unterföhring. Sven Hoppe/dpa

Der Allianz-Konzern meldet einen starken Gewinnanstieg für das erste Halbjahr. Dazu trugen höhere Preise bei, aber auch eine geringere Belastung durch Naturkatastrophen.

Von Herbert Fromme, Köln

Die Allianz hat im ersten Halbjahr 2025 trotz globaler Krisen sehr gut verdient. Bislang spüre der Versicherer keine Probleme durch die US-Handelspolitik, sagte Konzernchef Oliver Bäte. Sie betreffe zunächst vor allem die produzierende Industrie. Und die Allianz arbeite auch unter schwierigen Bedingungen sehr gut. „Jetzt müssen wir zumindest für den Moment auf das Beste hoffen.“

Vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung geht es den Münchnern gut. Hier geht es vor allem um die Versicherung von Gebäuden, Autos, Unfall- und Haftpflichtrisiken. Der Umsatz sei in dem Segment um acht Prozent auf 47 Milliarden Euro gestiegen, der operative Gewinn um zwölf Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, erläuterte die Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre. Dabei half der Allianz, dass die Belastung durch Naturkatastrophen in den ersten sechs Monaten spürbar niedriger war als im Vorjahr. Außerdem konnte der Versicherer Preiserhöhungen durchsetzen.

Auch in der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Vermögensverwaltung verdiente die Allianz besser. Der gesamte Konzern meldete einen operativen Gewinn von 7,9 Milliarden Euro im ersten Halbjahr, das waren neun Prozent mehr als im Vorjahr, und einen Gewinn nach Steuern von 5,3 Milliarden Euro, ein Plus von sechs Prozent. Bäte und Coste-Lepoutre sind sehr zuversichtlich, das angestrebte operative Jahresergebnis von 15 bis 17 Milliarden Euro zu erreichen. Die Allianz-Aktie legte bis zum Nachmittag um knapp fünf Prozent zu.

Die Munich Re, Nachbar der Allianz an der Münchner Königinstraße, war vor Kurzem aus einer Reihe von Klima-Vereinigungen der Finanzwirtschaft ausgetreten. Die Allianz plant das nicht. Bäte sagte, die Allianz spüre keinen Druck der US-Regierung in Richtung Aufgabe von Klimazielen. Bei der von der UN gesponserten Net Zero Asset Owners Alliance hätten die beteiligten Finanzunternehmen gemeinsame Ziele vereinbart. Man wolle aber nicht bestimmte Präferenzen bei den Mitgliedern durchsetzen.

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