Wo der Spaß aufhört, lässt sich als Kunde recht einfach vermessen. Bei gefälschten Vitaminpillen etwa, oder bei Cremes, die in Europa niemals zugelassen würden. Bei Lichterketten, die verbotene Chemikalien freisetzen, oder bei Rasseln für Babys, die in leicht verschluckbare Kleinteile zerbrechen, wenn man draufbeißt. Ein kleiner Online-Händler aus Deutschland hätte Schlimmes zu befürchten, wenn er derlei vertreibt. Der chinesische Marktplatz Ali-Express ließ Händler jahrelang illegale Produkte nach Europa verkaufen, frei Haus direkt aus der Fabrik geliefert.
EU-StrafeEine Gefahr namens Ali-Express
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Händler sollen über die chinesische Plattform massenhaft illegale Produkte in der EU vertrieben haben. Die EU-Kommission verhängt nun ein Bußgeld von 550 Millionen Euro. Es ist die bislang höchste Strafe nach dem Digital Services Act.
Von Jan Diesteldorf, Brüssel
