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Aktienmärkte:UBS vergrätzt Anleger

Die Verunsicherung der Investoren hält an, entsprechend geben die Aktienkurse weiter nach. Aus Enttäuschung über den Ausblick der UBS verkaufen die Anleger vor allem Bank-Aktien.

Die Unsicherheiten rund um den Brexit und ein enttäuschender Ausblick der Schweizer Großbank UBS haben den Anlegern am Dienstag die Lust auf Aktien genommen. Dazu kam die Furcht vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur. "Eine Reihe schwacher Wirtschaftsdaten aus China sowie die reduzierte Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds laden nicht zum Einstieg in den Aktienmarkt ein", sagte Milan Cutkovic vom Broker Axi-Trader. Der Dax gab um 0,4 Prozent auf 11 090 Punkte nach. Die mit Spannung erwartete Präsentation eines alternativen Brexit-Plans der britischen Premierministerin Theresa May am Vortag war bei Anlegern durchgefallen.

Verkauft wurden vor allem Bankenwerte. Der europäische Banken-Index verlor ein Prozent. Auslöser waren ein überraschend schwaches Ergebnis der Schweizer Großbank UBS im vierten Quartal 2018 und die Warnung vor einem schwierigen Jahresauftakt 2019. UBS-Aktien fielen in Zürich um bis zu fünf Prozent. In ihrem Sog sackten die Papiere der Deutschen Bank ab und zählten mit einem Minus von 1,5 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Die Titel der Commerzbank büßten im M-Dax 0,3 Prozent an Wert ein.

Mit plus 1,3 Prozent zählten die Aktien von Linde zu den wenigen Gewinnern im Leitindex. Das Unternehmen will im großen Stil Aktien zurückkaufen (siehe nebenstehenden Bericht). Papiere der Lufthansa verteuerten sich um 1,4 Prozent. Die Anleger reagierten damit erleichtert auf die Zahlen des Billigkonkurrenten Easyjet. Die Flugausfälle wegen des Drohnen-Alarms am Londoner Airport Gatwick hätten die Gewinne des Billigfliegers zwar belastet, aber nicht komplett verhagelt, sagte Analyst Nicholas Hyett vom Broker Hargreaves Landsdown. Easyjet-Aktien verteuerten sich um 6,3 Prozent. Die Anteile von Hugo Boss waren gefragt. Die Titel stiegen um knapp sechs Prozent. Der Modekonzern legte gegen Ende 2018 dank einer steigenden Nachfrage im Internet und aus Asien zu. Im Gesamtjahr stiegen die Umsätze nach ersten Berechnungen des Konzerns um zwei Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.

Die Konjunktursorgen setzten New Yorker Börsen deutlich zu. Der Dow Jones schloss 1,2 Prozent tiefer bei 24 405 Punkten. Ein pessimistischer Ausblick brockte dem Bohrmaschinenhersteller Black & Decker einen schwarzen Tag ein. Die Aktien fielen um 15,5 Prozent.