Aktienmärkte Dax steigt weiter

Die Hoffnung auf eine Annäherung im Handelszwist zwischen USA und China lässt die Anleger zu Aktien greifen. Die Titel der Deutschen Bank und der Commerzbank werden von Fusionsgerüchten beflügelt.

Die Hoffnung auf eine Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Probleme rund um Großbritannien und Frankreich am Mittwoch etwas zurückgedrängt. Auch wurde die Entlassung der Tochter des Huawei-Firmengründers gegen Auflagen aus kanadischer Haft von den Marktteilnehmern als positives Zeichen im Handelskonflikt gewertet. Der Dax setzte seinen Erholungskurs vom Dienstag fort und verbesserte sich bis zum Handelsende um 1,4 Prozent auf 10 929 Punkte. Bei den Einzelwerten standen die Deutsche Bank und die Commerzbank im Rampenlicht. Spekulationen auf eine nahende Fusion der beiden Instituten trieben den Aktienkurs der Deutschen Bank um knapp sechs Prozent nach oben, die Titel der Commerzbank legten zeitweise im M-Dax um mehr als sieben Prozent zu. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge die Bundesregierung einen Zusammenschluss der beiden Geldhäuser forciert. Aber auch die Titel der Energieversorger Eon und RWE waren gefragt. Sie verteuerten sich um 1,8 und 3,2 Prozent und zählten damit zu den Favoriten im Dax. Beobachtern zufolge könnten sie von einem neuerlichen Hinweis aus der Politik auf einen nicht ganz so raschen und drastischen Schwenk in der deutschen Energie- und Klimapolitik profitieren. Ebenfalls auf der Gewinnerseite standen die Autowerte. China plant nach Angaben aus der US-Regierung eine drastische Senkung der Importzölle auf US-Fahrzeuge. Die Aktien von BMW und Daimler legten zwei beziehungsweise 1,6 Prozent zu. Beide Unternehmen stellen in den USA Geländewagen her und exportieren diese nach China. VW-Anteile zogen um 2,8 Prozent an.

Top-Favorit im Dax war das Papier des Gesundheitskonzerns Fresenius, das um 6,9 Prozent zulegte. Rückenwind lieferte hier eine Studie der Berenberg Bank. Zwar sei bei Fresenius Geduld gefragt, denn 2019 werde ein Übergangsjahr, hieß es in der Studie. Die Bedenken hinsichtlich der schwächelnden Klinikkette Helios und der auf Nachahmer-Medikamente spezialisierten Sparte Kabi sollten in den nächsten zwölf Monaten abnehmen. Nach der jüngsten Gewinnwarnung waren die Titel in der Spitze um gut 19 Prozent eingebrochen.

Die Aussicht auf eine Annäherung im Zollstreit gab auch den US-Börsen Auftrieb. Der Dow Jones schloss um 0,6 Prozent höher.