Aktienmärkte Dax dümpelt vor sich hin

Am Tag der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident gibt es nur wenig Bewegung am deutschen Aktienmarkt. Neue Gerüchte treiben Lufthansa.

Unmittelbar vor der Vereidigung Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten haben sich nur wenige Anleger an Aktien herangewagt. Der Dax schloss etwas höher bei 11 630 Punkten. Damit hält die Hängepartie beim deutschen Leitindex an. Seit Jahresbeginn zeigt er sich in einer engen Spanne um die Marke von 11 600 Punkten gefangen.

Eine lange Wartezeit gehe zu Ende, schrieb Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Nach der Rally seit Trumps Wahlsieg im November schienen die Anleger an den Finanzmärkten nun nervös zu werden. Der neue Präsident habe hohe Erwartungen für deutliche Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur geschürt - jetzt sei die Frage, ob er diese erfüllen könne.

Bei den Unternehmen rückte die Lufthansa-Aktie ins Rampenlicht, die sich um 2,7 Prozent verteuerte. Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge will ein Staatsfonds aus Abu Dhabi bei der Fluggesellschaft einsteigen. Die Lufthansa wollte sich zu dem Thema nicht äußern. In Abu Dhabi war zunächst niemand für einen Kommentar erreichbar. Vor wenigen Tagen hatte Etihad, die staatliche Fluggesellschaft des Emirats, Pläne zum Kauf eines Lufthansa-Aktienpakets dementiert.

Auch die Titel von Thyssen-Krupp zählten mit einem Kursgewinn von 1,6 Prozent zu den Favoriten im Dax. Der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger hatte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt, dass der Stahlkonzern ohne Kapitalerhöhung über die Runden kommen werde.

Im Tec-Dax konnte Dialog Semiconductor mit einem Plus von mehr als einem Prozent den gestrigen Kursverlust zumindest teilweise wieder aufholen. Börsianer sahen im starken Ausblick des US-Halbleiterzulieferers Skyworks Solutions für das erste Geschäftsquartal auch positive Impulse für Dialog. Dies widerspreche jüngsten Befürchtungen, dass es für Apple-Lieferanten im ersten Quartal nicht gut laufen werde.

Nach dem vollzogenen Machtwechsel im Weißen Haus haben sich die US-Börsen moderat im Plus behauptet. Der Dow Jones schloss 0,5 Prozent höher. Trump kündigte in seiner Antrittsrede einen neuen politischen Kurs des Handelns an und wiederholte seine Absicht, amerikanische Interessen in den Vordergrund zu rücken. Bei den Einzelwerten stand General Electric mit einem Abschlag von 2,2 Prozent im Fokus. Der Siemens-Rivale konnte seinen Quartalsgewinn zwar deutlich steigern, er enttäuschte aber beim Umsatz. s