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Aktienkurse:Euro legt zu

Eine Rede von EZB-Chef Mario Draghi sorgt für kräftige Kursgewinne. Am Markt wird spekuliert, ob die EZB von der lockeren Geldpolitik abkehrt.

Draghi schiebt den Euro an

Dank der Erleichterung über den Wahlsieg des Pro-Europäers Macron und der Spekulationen auf eine baldige Drosselung der Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank gewann der Euro gegenüber dem Dollar im abgelaufenen Quartal um gut sieben Prozent an Wert. Allein in der vergangenen Woche legte die Gemeinschaftswährung um zweieinhalb US-Cent bis auf 1,1445 Dollar zu - und notierte damit so hoch wie seit Mai 2016 nicht mehr. EZB-Chef Mario Draghi hatte sich in einer Rede optimistisch zur Konjunktur geäußert, was am Markt als eine gewachsene Bereitschaft der EZB zur Straffung der Geldpolitik gedeutet wurde. Händlern zufolge könnte der Höhenflug des Euro zumindest kurzfristig anhalten.

Ungewissheit nach schwacher Dax-Woche

Den Anlegern steht nach Meinung von Börsianern ein holpriger Start in das zweite Halbjahr bevor. Nach der überraschenden Gewinnwarnung des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer könnten auch andere Unternehmen den Markt auf schwächere Ergebnisse vorbereiten. Ein Thema bleibt auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, nachdem der zuletzt starke Euro dem Dax in der vergangenen Woche einen Verlust von drei Prozent bescherte. Konjunkturdaten aus der Euro-Zone könnten in dieser Woche die Märkte bewegen. Höhepunkt aus Anlegersicht ist der Arbeitsmarktbericht, den die US-Regierung am Freitag vorlegt. Davon erhofft man sich Erkenntnisse über die Zinspolitik der US-Notenbank.