Aktien:Zinsängste holen Anleger ein

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Vor der Bekanntgabe der US-Inflationszahlen wächst die Nervosität am Aktienmarkt. Die Sorgen vor weiter kräftig steigenden Zinsen nehmen zu, der Dax schließt im Minus.

Nach dem freundlichen Wochenauftakt hat die Furcht vor rasch steigenden Zinsen und einer Rezession die Anleger in Europa wieder eingeholt. Der Dax gab am Dienstag um gut ein Prozent auf 13 535 Punkte nach. "Wie erwartet ist nach den starken Arbeitsmarktdaten vom Freitag die Angst vor weiter und schneller steigenden Zinsen an die Börse zurückgekehrt", sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst vom Brokerhaus CMC Markets. Der Fokus richte sich nun auf die an diesem Mittwoch anstehenden Inflationsdaten aus den USA, von denen sich Anleger weitere Rückschlüsse auf die künftigen Zinsschritte erhofften.

Bei den Einzelwerten im Dax ging es für die Papiere von Continental um 6,5 Prozent abwärts. Wegen gestiegener Kosten und Abschreibungen im zweiten Quartal rutschte der Autozulieferer und Reifenhersteller in die Verlustzone. Die Anteile von Airbus zogen um 0,3 Prozent an. Der weltweit größte Flugzeugbauer lieferte im Juli nach Engpässen bei Zulieferern zwar deutlich weniger Maschinen aus als im Monat zuvor, holte aber zugleich Aufträge über 401 neue Maschinen herein. Der Flughafenbetreiber Fraport erhöhte nach einem starken Geschäftsbericht zum zweiten Quartal seine Jahresprognose für die Passagierzahlen und den Gewinn im Tagesgeschäft. Das hievte dessen Aktien im M-Dax um zwei Prozent nach oben. Am S-Dax-Ende büßten dagegen die Titel der Shop Apotheke 7,6 Prozent ein. Ein skeptischer Analystenkommentar zum Schweizer Konkurrenten Zur Rose schickte nicht nur dessen Aktie auf Talfahrt, sondern auch die der Shop Apotheke. Enttäuschende Halbjahreszahlen brockten dem Bürovermietungskonzern IWG dagegen an der Börse in London einen Kurssturz von 11,5 Prozent ein. Die Mutter des auch in Deutschland aktiven Bürovermieters Regus erwartet wegen zunehmender geopolitischen Spannungen in Europa, des Inflationsdrucks und Corona-bedingter Beschränkungen weiter Gegenwind. An der Wall Street schloss der Dow Jones 0,2 Prozent tiefer. Auf den Tech-Werten lastete ein pessimistischer Ausblick von Micron. Dem Chiphersteller machen eine schwächere PC-Nachfrage und anhaltende Lieferengpässe zu schaffen. Micron-Aktien gaben fast vier Prozent nach. In ähnlichem Ausmaß büßten auch die Rivalen Nvidia und Advanced Micro Devices an Wert ein.

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