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Aktien:Zalando-Aktien unter Druck

Die Aufregung an den Aktienmärkten legt sich nach den Anschlägen vom Wochenende. Der Dax erholt sich von seinen Verlusten. Die Blicke richten sich nun auf die Fed-Entscheidung.

Der Ölpreis-Schock vom Vortag nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie in Saudi- Arabien wirkte am deutschen Aktienmarkt am Dienstag nach. Der Dax erholte sich jedoch kurz vor Handelsende von seinen leichten Verlusten und schloss nahezu unverändert bei 12 379 Punkten. Derweil richteten sich die Blicke der Anleger auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Mehrheit der Anleger rechnet mit einer Zinssenkung. Spannend bleibt die Frage, ob die Fed auch in den nächsten Monaten die Zinsen weiter nach unten drehen wird. Da nach den Anschlägen auf saudi-arabische Ölförderanlagen an den Börsen keine Panik ausgebrochen sei, bestehe für die Fed kein Grund, die Geldpolitik stärker zu lockern, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan.

Die Aktien des Online-Modehändlers Zalando wurden von einer Platzierung eines Großaktionärs belastet und verloren knapp zehn Prozent. Mit dem Verkauf erlöste der schwedische Investor Kinnevik rund 558 Millionen Euro. Das Paket entspricht 5,2 Prozent des Aktienkapitals von Zalando. Hinzu kam eine Abstufung für die Zalando-Aktien von "kaufen" auf "halten" durch Hauck & Aufhäuser.

Die EU-Wettbewerbshüter haben die Strommarktfusion zwischen der RWE-Tochter Innogy und Eon unter Auflagen genehmigt. Der Zusammenschluss führe nicht zu weniger Auswahl und höheren Preisen, hieß es. RWE legten um 1,7 Prozent zu, Eon lagen leicht höher. Im S-Dax schoben positive Nachrichten die Aktien von Immobilienkonzernen an. Instone Real Estate hob die Prognose für das laufende Jahr deutlich an. Die Papiere gewannen 5,7 Prozent an Wert. Ado Properties rückten nach einer Bestätigung von Gesprächen über einen möglichen Verkauf von Immobilien um 5,5 Prozent vor. Im Dax belegten die Anteile des Immobilienkonzerns Vonovia mit plus 2,6 Prozent den ersten Platz.

Bei den Aktien von Covestro realisierten Anleger dagegen Kursgewinne. Die Papiere des Chemiekonzerns waren mit einem Minus von 2,3 Prozent unter den schwächsten Dax-Werten. Am Vortag waren sie auf den höchsten Stand seit Anfang Juli geklettert. In Erwartung des Zinsentscheids der US-Notenbank Fed scheuten Anleger an der Wall Street größere Engagements. Der Dow Jones legte um 0,1 Prozent auf 27 111 Punkte zu.

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