Aktien Wenig Handel vor Fed-Sitzung

Vor Bekanntgabe der weiteren Zinsstrategie der US-Notenbank halten sich die Anleger zurück. Einzig die Verluste der Lufthansa und von 1&1 Drillisch stechen hervor.

Von KPRE, DPA, Reuters

Zwei Tage vor dem US-Zinsentscheid sind die Anleger in Europa in Deckung geblieben. Der Dax bewegte sich am Montag bei geringen Umsätzen kaum und beendete den Handel etwas tiefer bei 12 086 Punkten. Die Investoren hoffen derzeit wieder auf eine lockerere Geldpolitik der US-Notenbank Fed zur Stützung der Konjunktur. Das würde die Börsen voranbringen.

Allerdings sackten am Dax-Ende die Aktien der Lufthansa um mehr als elf Prozent auf 15,66 Euro ab. Damit bewegten sich die Anteilsscheine auf dem Niveau von April 2017. Die Airline bekommt den starken Preiskampf im europäischen Luftverkehr zu spüren und rechnet auch wegen fallender Ticketpreise für 2019 mit einem geringeren Gewinn. Die Gewinnwarnung der Lufthansa drückte die Aktien von Air France-KLM um 4,6 Prozent, die der British-Airways-Mutter IAG um gut zwei Prozent ins Minus. Titel der Billig-Flieger Ryanair, Easyjet und Wizz büßten zwischen knapp vier und fast sechs Prozent ein.

Unter den Favoriten hingegen stiegen die Papiere von SAP um fast ein Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hatte die Anteile des Softwarekonzerns zum Kauf empfohlen. An der Dax-Spitze machten die Aktien der Deutschen Bank einen Teil ihrer jüngsten Kursverluste wett und gewannen 1,5 Prozent. Einem Bericht der Financial Times zufolge will Konzernchef Christian Sewing im Rahmen des geplanten Konzernumbaus Risiken von Wertpapieren in Milliardenhöhe loswerden.

Die Aktien von 1&1 Drillisch und der Mutter United Internet setzten den Abschwung aus der Vorwoche fort und waren die größten Verlierer im M-Dax. Papiere von 1&1 rutschten um mehr als neun Prozent ab, jene von United Internet verloren 7,6 Prozent an Wert. An den US-Börsen gab es leichte Kursgewinne. Der Leitindex Dow Jones schloss etwas höher bei 26 113 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 zog um 0,1 Prozent auf 2890 Zähler an. Die Hoffnung auf niedrigere Zinsen in den USA hat dem S&P allein seit Monatsanfang zu einem Kursgewinn von fünf Prozent verholfen. Bei den Einzelwerten beeindruckten die Aktien von Array Biopharma mit einem Kurssprung von 57 Prozent auf ein Rekordhoch. Der Rivale Pfizer will das Unternehmen für 10,64 Milliarden Dollar kaufen und damit sein Geschäft mit Krebsmedikamenten ausbauen.