Süddeutsche Zeitung

Aktien:Siemens-Aktie auf Rekordkurs

Die Coronavirus-Pandemie steht am Freitag wieder im Fokus der Anleger. Der Dax gibt nach. Von den Siemens-Geschäftszahlen zeigen sich Anleger jedoch erfreut und greifen nach den Aktien.

Die Furcht vor einem Rückschlag für die wirtschaftliche Erholung durch die grassierende Coronavirus-Pandemie hat die europäischen Börsen wieder im Griff. Der Dax grenzte seine deutlichen Verluste bis zum Freitagnachmittag jedoch ein und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 13 874 Punkte. Die ersten Impfungen und die Aussicht auf ein Ende der Virus-Krise hätten den Börsen in den vergangenen Monaten kräftige Kursgewinne beschert, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. "Jetzt muss aus der Hoffnung aber auch irgendwann Realität werden, um die Rally zu bestätigen."

Bei Aktien von Siemens griffen Investoren allerdings zu. Die Papiere des Technologiekonzerns stiegen an der Dax-Spitze um 7,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 132,80 Euro. Die vorgelegten Geschäftszahlen hätten die Markterwartungen durch die Bank übertroffen, lobte Analyst Philip Buller von der Berenberg Bank. Das sei um so bemerkenswerter, da Siemens in der Vergangenheit gelegentlich enttäuscht habe. Auch die Papiere von Volkswagen gehörten mit einem Plus von 1,9 Prozent zu den wenigen Dax-Gewinnern. Obwohl sich der operative Gewinn im vergangenem Jahr auf rund zehn Milliarden Euro halbierte, fielen die Zahlen deutlich besser aus als erwartet.

Im M-Dax gewannen die Titel von ProSiebenSat.1 um 4,7 Prozent. Die TV-Senderkette habe mit ihrem Quartalsergebnis die Analystenprognosen und die eigenen Ziele deutlich übertroffen, kommentierte Analyst Daniel Kerven von der US-Bank JPMorgan. Auch Salzgitter habe mit seinen Geschäftszahlen und dem Ausblick für 2021 positiv überrascht, erklärte Analyst Alan Spence von der Investmentbank Jefferies. Die Aktien des Stahlkonzern konnten ihre Anfangsgewinne allerdings nicht halten und verloren zuletzt ein Prozent. Tui-Aktionäre reagierten mit Verkäufen auf die Verschärfung der Reisebestimmungen in der EU. Die Papiere des Reisekonzerns sackten 17,2 Prozent ab.

An den US-Börsen zogen sich die Anleger ebenfalls zurück. Der Dow Jones lag zum Handelsschluss 0,6 Prozent tiefer. Die Corona-Krise brockte IBM einen Umsatzrückgang von 6,5 Prozent ein. Die Aktien des Computerkonzern verloren knapp zehn Prozent. Intel hatte Schlimmeres erwartet. Der Umsatz fiel um ein Prozent. Die Titel des Chip-Konzerns verloren 9,3 Prozent.

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SZ vom 23.01.2021 / rih, Reuters, dpa
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