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Aktien:Rekordjagd geht weiter

Die Anleger bleiben in Kauflaune, das treibt die Kurse auf neue Bestmarken. Insbesondere die Anteilsscheine der Chiphersteller sind zum Wochenausklang gefragt.

Auch am Freitag hat der deutsche Aktienmarkt seinen Rekordlauf fortgesetzt. Mühelos übersprang der Dax gleich im frühen Handel die Hürde von 14 100 Punkten, nachdem er am Tag zuvor bereits die 14 000-Punkte-Marke erstmals überwunden hatte. Bis zum Handelsschluss bröckelten die Gewinne leicht ab: Der deutsche Leitindex ging noch 0,6 Prozent höher bei 14 050 Punkten aus dem Handel. Auch M-Dax und S-Dax erzielten neue Bestmarken. Vor allem die Hoffnung auf noch umfangreichere Konjunkturhilfen in den Vereinigten Staaten sowie auf die globalen Corona-Impfkampagnen stützte die gute Stimmung der Anleger weltweit.

Unter den Einzelwerten stachen vor allem Technologieaktien mit Kursgewinnen hervor. Der europäische Halbleiterhersteller ST Microelectronics sowie Südkoreas Samsung hatten starke Quartalszahlen veröffentlicht. Zudem stellte US-Konkurrent Micron überraschend hohe Umsätze in Aussicht. Davon profitierte an der Dax-Spitze die Aktie von Infineon mit einem Aufschlag von 7,1 Prozent. Die Papiere von Dialog und Elmos gewannen 1,5 beziehungsweise 2,5 Prozent. Überraschend gute Zahlen zum abgelaufenen Jahr verhalfen den Titeln von Adva Optical im S-Dax zu einem Kurssprung von zehn Prozent. Das vierte Quartal sei laut Finanzchef Uli Dopfer eines der profitabelsten der Geschichte von Adva gewesen. Hingegen kam bei den Anlegern nicht sonderlich gut an, dass sich der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer frisches Geld am Anleihemarkt besorgt. Die Anteile gaben um 1,6 Prozent nach. RWE zogen nach einem Analystenkommentar um 4,9 Prozent an und erreichten den höchsten Stand seit zehn Jahren.

Die auch in Deutschland gehandelten Anteile von Hyundai Motors verteuerten sich um 33,8 Prozent. Der südkoreanische Autobauer und der US-Tech-Konzern Apple wollen gemeinsam die Entwicklung von Roboterautos vorantreiben. Die Apple-Aktie gewann im US-Handel 0,9 Prozent.

Spekulationen auf größere Fiskalpakte und Infrastrukturausgaben unter einem von den Demokraten geführten Kongress sorgten für Allzeithochs an der Wall Street. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P-500 und der Nasdaq-Comp. erreichten neue Rekorde.

Weitere Informationen zu Devisen, Rohstoffen und Anleihen finden Sie auf Seite 34.

© SZ vom 09.01.2021 / cikr, Reuters, dpa
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