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Aktien:Luftfahrt-Aktien legen zu

Die Lockerungen bei den Reisebeschränkungen treiben die Papiere aus der Luftfahrt- und Tourismusbranche nach oben. Insgesamt halten sich die Anleger jedoch mit Käufen zurück.

Am Tag vor den mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten und den geldpolitischen Beratungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Anleger an den europäischen Börsen erkennbar zurückgehalten. Der Dax lag zum Handelschluss am Mittwoch 0,4 Prozent tiefer bei 15 581 Punkten. Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex noch fast seinen Rekord vom vergangenen Montag bei 15 732 Punkten erreicht. Bei steigender Inflation im Zuge einer anziehenden Wirtschaft und höherer Staatsausgaben fürchten die Anleger eine Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken mit einer womöglich zeitigeren Anhebung der Zinsen. Dies kann dem Aktienmarkt schaden, da andere Anlageklassen dann wieder attraktiver werden.

Gefragt waren Aktien aus dem Luftfahrt- und Tourismussektor. Sie profitierten davon, dass die USA in der Corona-Pandemie ihre Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger für Ziele wie Deutschland und Dutzende andere Länder gelockert haben. Im M-Dax gewannen die Papiere der Lufthansa 2,9 Prozent, während die Titel von Fraport sechs Prozent zulegten.

Eine Kaufempfehlung gab Grenke-Aktien im S-Dax Auftrieb, sie gewannen 3,2 Prozent. Analyst Gerhard Orgonas von der Berenberg Bank zeigte sich in einer Studie zufrieden mit der Antwort des Leasingspezialisten auf die Vorwürfe des Leerverkäufers Viceroy vom September. Mit Blick auf die Fundamentaldaten sieht der Experte deutliches Neubewertungspotenzial und hält die Erwartungen für konservativ.

Außerhalb der großen Indizes rauschten die Papiere von Heidelberger Druck nach endgültigen Jahreszahlen und einem Geschäftsausblick um 11,1 Prozent nach unten. Ein Händler moniert die Margenprognose des Druckmaschinenherstellers, die schwächer ausfalle als erwartet. Derweil setzten Leoni-Aktien ihre Rally mit einem Plus von 0,4 Prozent fort. In nur rund vier Wochen haben die Titel des Autozulieferers nun schon um fast zwei Drittel zugelegt.

An der Wall Street schloss der Dow Jones 0,4 Prozent im Minus bei 34 447 Punkten. Nach einer Prognosesenkung fiel die Aktie von Campbell Soup um 6,5 Prozent. Dem Hersteller von Lebensmitteln wie Crackern und Dosensuppen machen steigende Kosten für Rohstoffe und Transport zu schaffen.

© SZ vom 10.06.2021 / SZ, Reuters, dpa
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