Aktien:Hexensabbat bremst Dax aus

Der Dax ist am Freitag mit Schwung in den Handel gestartet, kann seine Gewinne jedoch nicht halten. Am Hexensabbat schwanken die Kurse oft stärker als gewohnt.

Am großen Verfallstag, dem sogenannten Hexensabbat, hat der Dax seine Gewinne nicht halten können. Zum Handelsschluss am Freitag lag der deutsche Leitindex mit 15 490 Punkten ein Prozent im Minus, nachdem er zeitweise bis zu 0,8 Prozent zugelegt hatte. Börsianer sahen als Grund den großen Verfallstag mit auslaufenden Terminkontrakten auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen. Dabei versuchen Anleger oft, die Kurse noch in eine für sie günstige Richtung zu bewegen. Daher kann es auch ohne Nachrichten zu starken Kursschwankungen kommen. Zudem ist es für den Dax der letzte Handelstag mit 30 Indexmitgliedern. Ab Montag umfasst die erste deutsche Börsenliga 40 Werte.

An der Dax-Spitze erholten sich die Aktien des Autozulieferers Continental mit einem Plus von 1,1 Prozent ein Stück weit von ihrem jüngsten Kursknick nach der Abspaltung des Antriebstechnikspezialisten Vitesco. Nach einem eher durchwachsenen Börsenstart am Donnerstag rückten dessen Papiere um 5,1 Prozent vor.

Ein Kursfeuerwerk zündeten die Aktien von Biotest. Der hessische Arzneimittelhersteller wird an den spanischen Konkurrenten Grifols verkauft. Der chinesische Mehrheitsaktionär Creat hat seine Beteiligung von knapp 90 Prozent der Stammaktien bereits für 773 Millionen Euro an Grifols abgegeben. Den übrigen Aktionären machte Grifols ein Kaufangebot von 43 Euro pro Stammaktie und 37 Euro pro Vorzugsaktie. Biotest-Stammaktien legten 24,8 Prozent auf 43,80 Euro zu, die Vorzugsaktien notierten 10,4 Prozent fester bei 39,20 Euro. Nach einem positiven Analystenkommentar sprangen die Aktien des Autovermieters Sixt mit einem Plus von 5,0 Prozent an die S-Dax-Spitze.

Die Hoffnung auf eine Lockerung der Corona-Einschränkungen in Großbritannien für den internationalen Reiseverkehr machten Aktien des Reisesektors begehrt. Der europäische Branchenindex stieg um 1,2 Prozent. Hierzulande legten die Papiere der Lufthansa als bester M-Dax-Wert 2,6 Prozent zu, die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport verzeichneten einen Aufschlag von 1,8 Prozent. Die Titel des weltweit größten Reisekonzerns Tui verbuchten ein Plus von 6,2 Prozent.

US-Anleger gingen vor der Zinssitzung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche kein Risiko ein. Der Dow Jones schloss 0,5 Prozent im Minus bei 34 585 Punkten.

© SZ vom 18.09.2021 / rih, Reuters, dpa
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