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Aktien:Fresenius-Titel gefragt

Die Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA verhilft dem Dax zu Gewinnen. Besonders gefragt bei Investoren sind die Aktien von Fresenius und der Tochter FMC.

Die Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China hat zur Wochenmitte die europäischen Aktienmärkte gestützt. Der Dax schloss um 0,8 Prozent höher bei 11 402 Punkten und erreichte damit ein Jahreshoch.

Auf Unternehmensseite stachen die Aktien von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) heraus. Der Gesundheitskonzern Fresenius hatte trotz einiger Schwierigkeiten im Klinikgeschäft und bei seiner Dialysetochter FMC im vergangenen Jahr Umsatz und Konzernergebnis etwas stärker gesteigert als gedacht. Zudem sollen die Aktionäre von FMC und Fresenius für 2018 eine höhere Dividende erhalten. FMC kündigte außerdem an, in den nächsten zwei Jahren Aktien von bis zu einer Milliarde Euro zurückzukaufen. Mit Kursgewinnen von fünf Prozent belegte die Aktie von Fresenius die Spitzenposition im deutschen Leitindex, FMC-Anteile folgten mit einem Plus von 4,5 Prozent.

Unbeeindruckt von einer möglichen Erhebung von Strafzöllen auf europäische Autos, zählten die Titel der Hersteller zu den größten Gewinnern im Dax. Die Papiere von Daimler, BMW und Volkswagen gewannen zwischen 2,1 und 2,6 Prozent.

Im M-Dax büßten die Aktien von Telefónica Deutschland (O2) 1,5 Prozent an Wert ein. Der Mobilfunknetzbetreiber profitierte im Schlussquartal zwar vor allem von höheren Smartphone-Verkäufen, so dass der Umsatz überraschend anzog. Unter dem Strich machen dem Konzern aber nach wie vor höhere Abschreibungen zu schaffen.

Außerhalb der großen Indizes sackten die Anteilsscheine des Autozulieferers Elring-Klinger nach einem schwachen Geschäftsausblick um mehr als zehn Prozent ab. Der Ausblick für das laufende Jahr liege etwa 30 Prozent unter den durchschnittlichen Markterwartungen, schrieb Analyst Christoph Laskawi von der Deutschen Bank. Einen Kursrutsch von 21 Prozent infolge einer Gewinnwarnung mussten die Aktionäre des Windkraftanlagenbauers Senvion verkraften. Das mit einem schwierigen Branchenumfeld kämpfende Unternehmen hatte auf Basis einer vorläufigen Prüfung selbst die erst im November reduzierten Jahresziele nicht erreicht.

Die Börsen an der Wall Street verzeichneten leichte Gewinne. Der Dow Jones notierte zum Handelsende um 0,2 Prozent höher bei 25 954 Punkten.

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