Aktien:Dow Jones steigt auf Rekord

Die Börsen dies- und jenseits des Atlantik erhalten frischen Schwung und legen weiter zu. Positive Signale vom Immobilienkonzern Evergrande und ermutigende Firmenbilanzen geben Auftrieb.

Zum Abschluss der Börsenwoche haben sich die Anleger mit Aktien eingedeckt. Der Dax legte am Freitag um ein halbes Prozent auf 15 543 Punkte zu. Mut machte Investoren vor allem die vorerst abgewendete Zahlungsunfähigkeit des Immobilienkonzerns China Evergrande. Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. betonte zudem, dass sich das Gewinnwachstum der Unternehmen besser entwickelt habe als erwartet. Unter den Einzelwerten im Dax lagen Autowerte nach den jüngsten Verlusten wieder weit vorn. Daimler, BMW, Volkswagen und auch die Aktien der Porsche Holding zählten mit Gewinnen von bis zu 2,2 Prozent zu den Favoriten. Die Aktie von Continental legte trotz gesenkter Gewinnprognose zeitweise um 4,5 Prozent zu. Ein Stimmungsaufheller waren auch die Geschäftszahlen von L'Oreal. Der Quartalsumsatz von acht Milliarden Euro liege deutlich über den Markterwartungen, lobte Martin Deboo von der Investmentbank Jefferies. Außerdem habe sich der Kosmetik-Konzern optimistisch zu den weiteren Aussichten geäußert. L'Oreal-Aktien stiegen in der Spitze um sieben Prozent. Im M-Dax profitierten davon mit plus 1,2 Prozent die Titel von Beiersdorf.

Unter dem Strich ermutigende Firmenbilanzen stützten die Kurse an der Wall Street. Aussagen des US-Notenbankchef Jerome Powell zur nahenden Drosselung der Fed-Wertpapierkäufe dämpften die Kauflaune allerdings etwas. Der Dow Jones stieg zwischenzeitlich auf eine neue Bestmarke von 35 765 Punkten. Auch der S&P erklomm ein Rekordhoch. Powell sieht die Zeit für das kontrollierte Zurückfahren der Fed-Käufe gekommen. Für Zinserhöhungen sei es allerdings noch zu früh. Auf die Stimmung schlug auch die Warnung von Intel vor Gewinnmargen unter den Erwartungen. Die Aktien des Chip-Herstellers sackten um fast zwölf Prozent ab. Die Titel von Snap brachen um 26 Prozent ein. Der Snapchat-Betreiber hatte ein enttäuschendes Quartalsergebnis vorgelegt und vor weiteren Einbußen bei Werbeeinnahmen gewarnt. Im Sog von Snap fielen die Aktien von Twitter, Facebook und der Google-Mutter Alphabet um bis zufünf Prozent. Positiv überraschte American Express. Der Kreditkarten-Anbieter steigerte Umsatz und Gewinn im Quartal überraschend stark. Die Aktie stieg daraufhin um bis zu 5,5 Prozent auf ein Rekordhoch

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