Aktien:Dax weiter in Rekordlaune

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Der deutsche Leitindex wagt sich in neue Rekordhöhen. Unterstützend wirkt der tendenziell schwächelnde Euro-Kurs und die Aussicht auf eine anhaltende Flut billigen Geldes.

Der schwache Eurokurs und Entspannungssignale zwischen den USA und China haben den Dax am Dienstag erstmals über die Marke von 16 200 Punkten getrieben. Der Leitindex zog um 0,6 Prozent auf 16 248 Punkte an. Neben dem schwächelnden Euro, der der exportorientierten deutschen Wirtschaft hilft, stützte der erste Video-Gipfel zwischen US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping die Börsen. Auch ohne klares Ergebnis werteten Investoren die über drei Stunden geführten Gespräche als Zeichen, die frostigen Beziehungen zwischen beiden Großmächten verbessern und direkte Konfrontationen vermeiden zu wollen. Optimistisch stimmten die Investoren zudem die Kommentare von EZB-Chefin Christine Lagarde, die zum Wochenstart trotz der rasant steigenden Preise Forderungen nach einer strafferen Geldpolitik erneut zurückgewiesen hatte.

Der größte Gewinner im Dax waren die Aktien des Diagnostikunternehmens Qiagen, die um 4,3 Prozent auf den höchsten Stand seit 21 Jahren stiegen. Börsianer sagen, es gebe Spekulationen im Markt, dass der US-Laborausrüster Thermo Fisher für Qiagen bieten wolle.

Im M-Dax konnte Thyssenkrupp punkten: Der Konzern erwägt einem Medienbericht zufolge einen Börsengang seines Hydrogen-Geschäfts im ersten Quartal 2022. Die Sparte könne mit fünf Milliarden Euro bewertet werden, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Titel stiegen um zwölf Prozent. Einen großen Bogen machten die Anleger dagegen um Dermapharm-Aktien, die nach einem gesenkten Umsatzausblick im S-Dax um vier Prozent abrutschten.

Starke US-Einzelhandelszahlen sorgten für etwas Zuversicht an den US-Börsen. Der Dow Jones legte 0,2 Prozent zu. Allerdings verloren ausgerechnet die Aktien des Einzelhandelskonzerns Walmart 2,5 Prozent. Trotz einer optimistischeren Prognose zeigten sich Anleger enttäuscht und verwiesen darauf, dass höhere Kosten wegen der Lieferengpässe die Gewinnspanne im dritten Quartal belasteten. Aktien von Home Depot stiegen dagegen 5,7 Prozent. Die Baumarktkette hat dank einer erhöhten Nachfrage nach Heimwerkzeugen den Absatz gesteigert. Der Nettoumsatz stieg um fast zehn Prozent auf 36,8 Milliarden Dollar, mehr als eine Milliarde Dollar über den Erwartungen.

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