Aktien:Dax stabilisiert sich

Den Ausverkauf zum Wochenstart und Kursrutsch bis nahe an die Marke von 15000 Punkten nutzen viele Anleger zum Einstieg in den Aktienmarkt. Im Fokus steht das Börsendebüt von Universal Music.

Nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn hat sich der Dax am Dienstag stabilisiert. Der deutsche Leitindex stand am Handelsende 1,4 Prozent höher bei 15 349 Punkten, nachdem er am Vortag noch nah an die Marke von 15 000 Zählern herangekommen war. Sorgen vor einer Ausweitung der Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hatten tags zuvor noch die weltweiten Aktienmärkte erfasst, in diesem Sog war der Dax zwischenzeitlich mit 15 019 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mai gefallen.

Das Debüt von Universal Music (UMG) sorgte für Furore. Die Titel der weltgrößten Plattenfirma, die unter anderem Bob Dylan, Billie Eilish und The Weeknd unter Vertrag hat, stiegen in Amsterdam auf 25,25 Euro und lagen damit 36 Prozent über dem Referenzpreis von 18,50 Euro. In ihrem Windschatten gewannen die Aktien großer UMG-Anteilseigner wie dem Hedgefonds Pershing Square oder dem chinesischen Technologiekonzern Tencent bis zu vier Prozent an Wert. Für Aktionäre der bisherigen UMG-Mutter Vivendi ging die Rechnung auf. Obwohl der Vivendi-Kurs nachgab, gab es für die Aktionäre ein kräftiges Plus, wenn man den Preis der UMG-Aktie dazurechnet. Hierzulande nutzten Investoren die jüngsten Kurssetzer für Zukäufe. Gefragt waren die Papiere des Dax-Aufsteigers Porsche SE, die sich um 2,3 Prozent verteuerten. Auch die Aktien des Batteriehersteller Varta konnten mit plus 3,9 Prozent einen Teil ihrer Vortagesverluste wett machen. Bei Bank-Aktien, die noch am Vortag europaweit wegen der Sorgen um eine Ausweitung der Evergrande-Krise mit in den Abwärtsstrudel gerissen worden, agierten Anleger weiterhin vorsichtig. Deutsche-Bank-Papiere verloren 1,2 Prozent, Commerzbank verteuerte sich um 1,2 Prozent. Die Anleger an der Wall Street schoben zu Handelsbeginn die Sorgen rund um den Krisenkonzern China Evergrande ebenfalls zur Seite. Der Dow Jones gab jedoch seine Gewinne ab und schloss 0,2 Prozent tiefer. Der Fokus der Anleger richtete sich zunehmend auf die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch. Börsianer erwarten, dass die Fed zwar den Grundstein für einen Abbau ihrer Stützungsmaßnahmen legen wird, die tatsächliche Ankündigung aber bis zu den Sitzungen im November oder Dezember verschoben wird.

© SZ vom 22.09.2021 / amon,Reuters, dpa
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