Aktien:Dax schwächelt erneut

Lesezeit: 1 min

Ängste um die Gasversorgung und eine schwächelnde Konjunktur bringen dem Dax deutliche Verluste ein. Bank-Aktien verlieren besonders stark. So ist die Deutsche Bank der größte Verlierer im Dax.

Die Ausrufung der zweiten von insgesamt drei Alarmstufen des Gas-Notfallplans durch die Bundesregierung verschreckte die Anleger am deutschen Aktienmarkt. "Den Anlegern wird gerade auf eindrucksvolle Art und Weise vor Augen geführt, dass die deutsche Wirtschaft im Falle einer vollständigen Unterbrechung der Gasverbindungen zu Russland in ernste Schwierigkeiten geraten könnte", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Der Dax rutschte am Donnerstag erneut unter die Marke von 13 000 Punkten und schloss 1,8 Prozent tiefer bei 12 913 Punkten. Sorgen bereitete Börsianern zudem die trübe Stimmung in der europäischen Wirtschaft. "Die überraschend schwachen Einkaufsmanager-Indizes schüren die Debatte über ein verlangsamtes Wachstum und werfen die Frage auf, wie stark die Europäische Zentralbank die Zinsen wirklich anheben kann."

Im Dax rutschten die Aktien der Deutschen Bank um 12,2 Prozent nach unten und waren damit der schwächste Wert im Leitindex. Im M-Dax verloren die Papiere der Commerzbank 11,8 Prozent. Es gibt Befürchtungen, dass im Fall einer Rezession möglicherweise Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden könnten.

Ein negativer Analystenkommentar schickten die Titel von Aroundtown im M-Dax auf Talfahrt. Die Anteilsscheine der Immobilienfirma verloren 6,6 Prozent an Wert. Die Experten von Morgan Stanley begründeten die Herabstufung Aroundtowns mit zu optimistischen Markterwartungen an die Geschäftszahlen.

Bei den europäischen Werten sorgte Valneva mit einem Kurssprung von knapp 20 Prozent für Furore. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfahl die Zulassung des Corona-Totimpfstoffs der Pharmafirma. Die Zustimmung der Europäischen Kommission gilt als Formsache.

Nach anfänglicher Richtungssuche schloss der Dow Jones um 0,6 Prozent fester bei 30 677 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index gewann 1,6 Prozent. Ein Urteil des Obersten US-Gerichts ermunterte Anleger zum Einstieg bei Waffenfirmen. Die Aktien der Hersteller Smith & Wesson und Sturm Ruger stiegen um 9,6 beziehungsweise 4,3 Prozent. Der Supreme Court brachte ein Gesetz des Bundesstaates New York zu Fall, dass das verdeckte Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit einschränkt.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB