Aktien:Dax schwächelt

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Wie gewonnen, so zeronnen: Die jüngsten Gewinne des Dax schmelzen schon wieder dahin. In den USA senkt der Messengerdienst Snap seine Gewinnprognose. Die Aktie rauscht nach unten und reißt einige Branchenkollegen mit.

Nach seinen jüngsten Kursgewinnen hat der Dax am Dienstag wieder nachgegeben. Der deutsche Leitindex verlor 1,8 Prozent auf 13 920 Punkte. Drei Entwicklungen verschärfen derzeit die Konjunktursorgen der Anleger, konstatierten die Investmentexperten von Black-Rock. "Die noch schärfere Rhetorik seitens der US-Notenbank Fed, Meldungen zu eingetrübten Gewinnaussichten bei großen US-Einzelhändlern und schwache Konjunkturdaten aus China." Auch die Chefin der EZB, Christine Lagarde, bekräftigte ihren Willen, demnächst die Zinswende einzuleiten.

Von Lagardes Aussagen profitierten insbesondere Finanzwerte. So gewann die Aktie der Deutschen Bank 0,7 Prozent und war damit einer der Top-Favoriten im Dax. Hingegen standen die Papiere von Elektrizitätsunternehmen unter Druck. Mit einem Abschlag von 4,4 Prozent zählten RWE-Aktien zu den schwächeren Werten im Leitindex, Uniper gaben im M-Dax 4,3 Prozent ab. Als Belastung verwiesen Marktteilnehmer auf einen Pressebericht über eine mögliche Sondersteuer in Großbritannien auf außerordentlich hohe Gewinne von Stromerzeugern durch den derzeitigen Preisanstieg.

Im S-Dax brachen die Titel von About You um 7,3 Prozent ein. Ein Händler zeigte sich sowohl von den endgültigen Jahreszahlen als auch vom Ausblick des Online-Modehändlers enttäuscht. Kräftige Verluste gab es erneut bei Immobilienwerten. So rauschten die Titel der Adler Group um 16,7 Prozent nach unten. Medienberichten zufolge habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt Ermittlungen gegen Adler aufgenommen. Anteile der TAG Immobilien fielen nach Geschäftszahlen um 14,4 Prozent.

Eine Gewinnwarnung von Snap für das laufende Quartal verdarb den Anlegern an der Wall Street die Kauflaune. Die Prognosesenkung des Betreibers des Messenger-Dienstes sei ein Indiz für die sich verschlechternde Konjunktur und das Werbegeschäft, schrieb Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Die Anteilsscheine von Twitter, der Google-Mutter Alphabet und der Facebook-Mutter Meta, die ebenfalls von Werbeeinnahmen abhängig sind, verloren bis zu neun Prozent, während Snap-Titel um 43 Prozent einbrachen. Während der Leitindex Dow Jones kaum verändert schloss, fiel der technologielastige Nasdaq-Composite um 2,3 Prozent.

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