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Aktien:Dax mit Verlusten

Nach einer kurzen Erholungsphase geht es wieder abwärts an den Märkten. Zu groß ist die Angst vor einer Rezession. Hinzu kommt eine Reihe politischer Unsicherheiten. Verluste gibt es bei den Techwerten.

Rezessionsängste und andere Risikofaktoren wie internationale Handelskonflikte haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch ins Minus gezogen. Allerdings machten der Dax dank einer Erholung an der Wall Street einen Großteil seiner teilweise deutlichen Verluste im späten Handel wieder wett. Der deutsche Leitindex beendete die Börsensitzung mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 11 701 Punkten. "Angesichts der zahlreichen politischen Unsicherheiten wagten sich viele Anleger nicht aus der Deckung", sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus Axitrader. "Schließlich weiß niemand, ob US-Präsident Trump morgen mit neuen Strafzöllen drohen oder doch eher eine Annäherung mit China verkünden wird." Die gekappte Prognose des US-Softwareunternehmens Autodesk drückte europäische Technologiewerte ins Minus, der entsprechende Branchenindex gab um gut ein Prozent nach. Im Dax gehörten Infineon, SAP und Wirecard mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent zu den größten Verlierern. Im M-Dax bildeten Nemetschek-Titel mit minus 3,2 Prozent das Schlusslicht. Autodesk-Aktien verloren in New York 6,7 Prozent an Wert. Zu den größten Verlierern im M-Dax zählten zudem die Aktien des Medienunternehmen RTL. Sie büßten nach der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen und der Präsentation eines neuen Finanzchefs 1,2 Prozent ein. Die Titel des Autovermieters Sixt waren nach einer Kaufempfehlung durch die Schweizer UBS im S-Dax gefragt, sie verteuerten sich um 1,5 Prozent. Jungheinrich-Aktien rutschten dagegen um 2,7 Prozent ab, hier zog die Privatbank Hauck & Aufhäuser ihr positives Votum für den Gabelstaplerhersteller zurück.

Um knapp 17 Prozent abwärts ging es für die Titel von Thomas Cook. Der kriselnde britische Reisekonzern handelte mit seinem chinesischen Großaktionär Fosun und Gläubigern ein Rettungspaket über umgerechnet fast eine Milliarde Euro aus. Damit sei eine Reorganisation der Gruppe verbunden, die letztlich zu einem Rückzug von der Börse führen könne, erklärte das Unternehmen. Wie schon im Juli vereinbart, wird der älteste Touristikkonzern der Welt in einen Reiseanbieter und eine Fluggesellschaft aufgespalten.

An der Wall Street drehte der Dow Jones nach einem schwächeren Start ins Plus und schloss ein Prozent höher bei 26 036 Punkten.

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